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USA stellen Pläne zur Krypto-Regulierung vor

1 h ago4 min readRegulation
USA stellen Pläne zur Krypto-Regulierung vor

Leena ElDeeb und Karim AbdelMawla sind Research Associates bei 21.co, einem Krypto-Asset-Manager aus der Schweiz. In diesem Gastbeitrag befassen sie sich mit den zukünftigen Krypto-Regulierungen in den USA und den Auswirkungen der Inflation auf den Kryptomarkt.

Kurz nachdem die offiziellen Zahlen des US-Verbraucherpreisindex veröffentlicht wurden und eine Erhöhung der Inflation um 0,1 Prozent seit Juli anzeigten (und die jährliche Inflation auf 8,3 Prozent anstiegen ließen), war ein Einsacken der (Krypto-)Märkte zu beobachten: Bitcoin fiel im Laufe der letzten Woche um 15 Prozent, während Ethereum – einem erfolgreich abgeschlossenem „Merge“ zum Trotz – sogar um 26 Prozent einbrach. Auch die Renditen von Optimism, einer Scaling-Lösung, die die Transaktionsgeschwindigkeit von Ethereum verbessern soll, und der Staking-Plattform Lido, sackten um 35,5 und 20,5 Prozent ab.

Die Investor:innen sind aktuell auch außerhalb der Krypto-Industrie in einer äußerst bärischen Stimmung – das zeigen zumindest Daten der Bank of America und von MSCI: So halten Vermögensverwalter:innen so hohe Quoten an Bargeld, wie es zuletzt im Jahr 2001 der Fall war, während die Vermögensallokationen in Aktien so niedrig sind wie nie zuvor. Auch der von Technologiewerten dominierte Nasdaq erlebte seinen stärksten Einbruch seit März 20202.

Abbildung 1: 7-Tage-Preis– und TVL-Entwicklungen von Krypto-Assets in wichtigen Sektoren

Quellen: Coingecko, DeFi Llama, 21Shares

Hoffnungen auf Ethereum-Kursgewinn enttäuscht

Figure 2: Liquidationen in Zusammenhang mit Ethereum auf dem Terminmarkt

Seit der Ankündigung der neuesten Inflationszahlen am 13. September und damit im zeitlichen Umfeld des „Merge“ wurden Etherum-Positionen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar liquidiert – allen voran Long-Positionen, die in Erwartung eines Kursanstiegs von Ethereum abgeschlossen wurden.

On-Chain-Indikatoren

USA mit Vorstoß in der Krypto-Regulierung

Die wohl bemerkenswerteste Krypto-Entwicklung dieser Woche stellt der von der US-Regierung vorgestellte Regulierungsrahmen dar – der erste offizielle Versuch, die Krypto-Assetklasse umfassend zu regulieren. Unter anderem legt das Regelwerk fest, dass die US-Strafverfolgungsbehörden mit dem globalen Sicherheitsapparat zur Verfolgung von Finanzstraftaten zusammenarbeiten sollen – insbesondere der Egmont Group, der internationalen Vereinigung von 166 Financial Intelligence Units. Das Rahmenwerk verweist auch auf eine Reihe von Berichten, die als weitere Orientierungshilfe bei der Ausarbeitung der jeweiligen Gesetzesentwürfe veröffentlicht werden sollen, darunter:

  • Das Office of Science and Technology Policy und die NSF (eine Behörde zur Unterstützung von Forschung) werden eine Forschungs- und Entwicklungsagenda für digitale Vermögenswerte entwickeln.
  • Im Oktober wird der Financial Stability Oversight Council einen Bericht veröffentlichen, der die Risiken digitaler Vermögenswerte für die Finanzstabilität erörtert, damit verbundene Regulierungslücken aufzeigt und zusätzliche Empfehlungen zur Förderung der Finanzstabilität ausspricht.
  • Das Finanzministerium wird bis Ende Februar 2023 eine Risikobewertung der illegalen Finanzierung im Bereich der dezentralen Finanzierung und bis Juli 2023 eine Bewertung der NFTs ausarbeiten.
  • Ethereum-Forks nach Merge nicht erfolgreich

    Der Merge, das wichtigste Upgrade des zweitgrößten Krypto-Assets Ethereum, ist am 15. September erfolgreich und ohne Störungen über die Bühne gegangen. Die Umstellung erfolgte ohne negative Auswirkungen auf die DeFi-Märkte. Dennoch gingen zwei Proof-of-Work-Forks – das sind neue Blockchains – live, die Minern ermöglichten sollten, ihre Rechner wie vor dem Merge für Validierungen von Transaktionen zu nutzen.

    DeFi – Das dezentrale Finanzwesen des Web3

    Non-fungible-Token (NFTs) und das Metaverse

    Das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) wird Kunstwerke im Wert von 70 Millionen Dollar versteigern und den Erlös für den Erwerb von NFTs verwenden, um die digitale Reichweite des Museums zu vergrößern. Ein Sci-Fi-NFT-Comic, 2142, soll auf dem NFT-Marktplatz OpenSea erscheinen. Obwohl es sich dabei nicht um das erste Sammlerstück seiner Art handelt, behaupten die Entwickler, dass sie das Sammleruniversum dezentralisieren und nach dem Zufallsprinzip aufbauen, um „Flipper“ zu vermeiden, d. h. User, die den Comic-NFT in der Hoffnung auf große Gewinne kaufen würden. 2142 wird in Paketen verkauft. Die User müssen insgesamt 15 bis 20 Pakete kaufen, um die erste 34-seitige Comic-Ausgabe zu erhalten. Mindestens 15 Pakete werden benötigt, um eine Figur, einen Ort oder einen Gegenstand aus dem 2142-Universum zu erhalten, die dann für die Erstellung neuer, fünfseitiger Spin-Off-Webcomics verwendet werden können.

    Rechtliche Hinweise:

    Das in diesem Beitrag enthaltene Material dient ausschließlich Informationszwecken. 21.co und die verbundenen Unternehmen empfehlen keine Maßnahmen auf der Grundlage dieser Informationen. Das Material ist weder als Angebot oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers, noch als Anlageberatung auszulegen. Darüber hinaus stellen diese Informationen keine Zusicherung dar, dass die hier beschriebenen Anlagen für eine Person geeignet oder sinnvoll sind. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für künftige Kursentwicklungen.

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