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Unsicherheit bei französischen Gesetzen: Formel-1-Rennställe entfernen Krypto-Logos

27 Jul, 20223 min readRegulation
Unsicherheit bei französischen Gesetzen: Formel-1-Rennställe entfernen Krypto-Logos
  • Einige F1-Rennställe haben Krypto-Logos von ihren Autos entfernt, da die Regulierung von Krypto-Werbung in Frankreich nicht ganz klar ist.
  • Die Regulierungsbehörde bemüht sich um mehr Klarheit und feste Regeln.
  • Auch in anderen Ländern ist die Krypto-Werbung noch nicht gänzlich geregelt.
  • Viele internationale Formel-1-Rennställe sollen als Reaktion auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit den französischen Werbevorschriften Marken und Logos von Krypto-Sponsoren entfernt oder abgedeckt.

    Laut einem Bericht von RacingNews365 vom Dienstag waren die Logos von Crypto.com während des Grand Prix von Frankreich am Sonntag nicht zu sehen. Die Kryptobörse ist seit Juli 2021 ein globaler Partner der Rennserie. Das Team hinter dem Formel-1-Auto von Alpine soll auch das Branding der Kryptobörse Binance von seinen Autos, der Kleidung der Fahrer und dem Briefkopf entfernt haben.

    "Nach Gesprächen mit unserem Partner wurde beschlossen, jegliche Werbung auf französischem Boden zu vermeiden, da wir um die Vorschriften für Kryptowährungen hier in Frankreich wissen", so ein Sprecher des italienischen F1-Teams AlphaTauri, das im Januar eine Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Fantom Foundation geschlossen hat.

    Der Luxusautohersteller Alfa Romeo, der am Großen Preis von Frankreich teilnahm, soll das Branding im Zusammenhang mit dem Krypto-Kreditgeber Vauld und der Meme-Kryptowährung Floki Inu (FOLKI) unter Berufung auf mögliche rechtliche Bedenken entfernt haben:

    "Das Team hält sich an alle französischen Vorschriften in Bezug auf die Werbung von Krypto-Partnern auf dem Auto. Wir wurden darauf hingewiesen, dass das Logo eines Kryptowährungspartners in Frankreich nur dann angezeigt werden darf, wenn die Kryptowährungsmarke bei der AMF registriert ist, was bei zwei unserer Kryptowährungspartner nicht der Fall ist."

    Die französische Aufsichtsbehörde AMF kündigte am 21. Juli an, sie würde mit der französischen Aufsichtsbehörde für professionelle Werbung zusammenarbeiten, um ihren bestehenden Regulierungsrahmen zu ändern und kryptobezogene Werbung einzubeziehen. Die Regulierungsbehörde forderte Empfehlungen für die Bewerbung von Token-Angeboten und fügte hinzu, dass Anbieter von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte Informationen über die möglichen Risiken von Krypto-Investitionen bieten sollten.

    Aufgrund der nicht ganz eindeutigen Erklärung der AMF zeigten viele F1-Teams bei der Veranstaltung dennoch die Logos ihrer Krypto-Sponsoren. Red Bull Racing, das von Tezos gesponsert wurde und im Februar einen 150-Millionen-Dollar-Sponsoringvertrag mit der Singapurer Krypto-Handelsplattform Bybit abgeschlossen hat, soll die Logos beider Firmen auf seinem Auto beim Großen Preis von Frankreich gezeigt haben. Das Rechtsteam des Rennstalls habe über die Angelegenheit diskutiert.

    McLaren Racing, das mit der Kryptobörse OKX zusammenarbeitet, hat ähnlich gehandelt. Mercedes, das von der Kryptobörse FTX gesponsert wird, und Ferrari, das von der Blockchain-Firma Velas unterstützt wird, sollen ebenfalls Brandings und Logos gezeigt haben. Ein Ferrari-Sprecher deutete an, die AMF sei möglicherweise nicht für Velas zuständig:

    "Die Velas Network AG hat uns mitgeteilt, dass sie keine registrierungspflichtigen Dienste anbietet. Daher gibt es kein Werbeverbot in Bezug auf die Verwendung des Velas-Logos auf den Vermögenswerten der Scuderia Ferrari im Rahmen des französischen GP."

    P2 for #Charles16 closing his lap in 1:31.216. #Q2 is over. #FrenchGP — Scuderia Ferrari (@ScuderiaFerrari) July 23, 2022

    Viele globale Aufsichtsbehörden nehmen die Werbung für Kryptoprodukte und -dienstleistungen im Zuge des Wachstums dieser Branche ins Visier. Im Januar kündigte die spanische Finanzaufsichtsbehörde an, sie fordere von Anzeigen "klare, ausgewogene und faire" Informationen über die Risiken von Krypto-Investitionen. Die britische Werbeaufsicht hat auch bestimmte Anzeigen von Firmen wie Coinbase, Kraken und Crypto.com verboten, weil sie "das Investitionsrisiko nicht veranschaulicht haben" sollen.

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