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Tornado.Cash-Sanktionen: Cardano-Gründer Hoskinson spricht

22 Aug, 20223 min readAltcoins
Tornado.Cash-Sanktionen: Cardano-Gründer Hoskinson spricht

Nach den US-Sanktionen gegen Ethereum-Mixer Tornado.Cash meldet sich nun auch Cardano-Gründer Charles Hoskinson zu Wort. Er hält die Massnahmen der Behörden für sehr bedrohlich. Das Ereignis müsse die Krypto-Szene als Warnsignal begreifen.

ETH-Mixer: Strafverfolgung wegen Open Source Code

Cardano-Gründer Charles Hoskinson unterhält einen eigenen YouTube-Kanal, um seine Anhänger mit Kommentaren zu aktuellen Ereignissen auf dem Laufenden zu halten. Nachdem die USA den Mixer Tornado.Cash einer Sanktionsliste hinzufügten, kam es zu schweren Folgen.

Die offizielle Domain des Dienstes ist nicht mehr zu erreichen. Die offiziellen Bibliotheken, die öffentlich einseh- und kopierbar sind, sperrte Microsoft-Tochter Github komplett. Auch die persönlichen Konten der Entwickler blockierte die Plattform.

Kurze Zeit später verhaftet die niederländische Polizei einen der Entwickler sogar. Cardano-Gründer und Entwickler Charles Hoskinson hält dieses Verhalten für skandalös. Er empfindet diesen Vorgang nicht nur als sitten- sondern auch als gesetzeswidrig.

In seinem neuesten Video äussert er:

Wir als Entwickler haben die Wahrnehmung, dass geschriebener Programmcode bloss die Äusserung von Sprache ist. Solange wir den Code nicht mal ausführen, sondern nur schreiben, ist es wie wenn man ein Buch schreibt.

Hoskinsons Argument: Tornado.Cash ist ein quelloffenes Protokoll, das durch die Nutzung eines Smart Contracts automatisiert abläuft. In dem Sinne existiert kein zentraler Betreiber, wohl aber mehrere Entwickler in verschiedenen Ländern. Eine Teilnahme ist für jeden möglich.

In einer freien Gesellschaft erlauben wir den Menschen in der Regel, diese Art von Dingen zu tun, und es ist sehr unangenehm, wenn die Behörden anfangen, nein zu sagen.

Tornado.Cash für Nutzungsweise verantwortlich?

Dass die US-Behörden die Entwickler von Tornado.Cash bestrafen wollen, sieht Hoskinson folglich als Problem. Er hält es für unverständlich, unschuldige Personen für die Nutzungsweise anderer Anwender zu bestrafen.

“Im Grunde genommen behaupten sie, dass Softwareentwickler dafür verantwortlich sind, wie ihre Software genutzt wird, unabhängig davon, ob sie dies kontrollieren können oder nicht, was ein äusserst gefährlicher Präzedenzfall ist.”

Um auf die Bedeutung der staatlichen Intervention aufmerksam zu machen, wählt er einen Vergleich. So könnt Nordkorea auf Basis des freien Linux-Kernels Software bauen, die man in nuklearen Raketen verwendet.

Rein hypothetisch könnte man also sagen, dass die Entwickler des Linux-Kernels zum Atomwaffenprogramm von Nordkorea beitragen. Das könnte man sagen, wenn man wollte.

Die Absurdität derartiger Vorwürfe dürfe allerdings nicht zum Normalfall werden.

Das ist offensichtlich absurd. Aber das Problem ist, dass dieselbe rechtliche Struktur, die es ermöglicht, dem Entwickler von Tornado Cash die Schuld zuzuschieben, technisch gesehen auch auf diese Weise verwendet werden könnte.

Niederlande: Protest gegen Arrest des Programmierers

In den Niederlanden regt sich inzwischen der erste Protest gegen den Arrest des Tornado.Cash-Programmierers. Am Wochenende demonstrierten etwa 50 Personen in Amsterdam für die Freilassung von Alex Pertsev.

Zu den Unterstützern der Aktion gehörte der DEX-Aggregator 1inch. Eine Online-Petition erreichte über 2.100 Unterschriften. Unter dem Namen Set Alex Free startete eine Kampagne.

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