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Tornado Cash Entwickler Pertsev bleibt in den Niederlanden in Untersuchungshaft

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Tornado Cash Entwickler Pertsev bleibt in den Niederlanden in Untersuchungshaft

Alexsey Pertsev, der in Untersuchungshaft befindliche Chefentwickler von Tornado Cash, bleibt in den Niederlanden noch für weitere drei Monate inhaftiert, wie ein Gericht am heutigen 22. November entschieden hat.

Cointelegraph war bei der entsprechenden Anhörung vor dem Gericht im niederländischen ’s-Hertogenbosch anwesend, wo die Vorwürfe gegen Pertsev nach 103 Tagen Untersuchungshaft erstmals konkret formuliert wurden.

Die Staatsanwaltschaft gab dabei einen groben Überblick über ihre bisherigen Ermittlungen. Demnach wäre Pertsev der Dreh- und Angelpunkt des umstrittenen Krypto-Mixers Tornado Cash, der oftmals für illegale Zwecke missbraucht wird.

WK Cheng, der Anwalt des Beklagten, entgegnete in der Anhörung, dass diese illegalen Zwecke keineswegs der hauptsächliche Anwendungsgrund des Mixers sind und dass es dahingehend oftmals Missverständnisse im Hinblick auf die Funktionsweise des Krypto-Projekts gibt.

„Ich bin über die Entscheidung des Gerichtes enttäuscht. Wir haben unsere Argumente für die Verteidigung so klar wie möglich erklärt“, wie Cheng sichtlich resigniert gegenüber Cointelegraph zu Protokoll gibt.

Der Anwalt bestätigt, dass der erste Verhandlungstag in dem Verfahren für den 20. Februar 2023 angesetzt. Die Interpretation der Rolle seines Mandanten im Bezug auf Tornado Cash sieht Cheng als deutlich zu einseitig an. Seine weitere Strategie fasst er wie folgt zusammen:

„Wir werden selbst ein paar Nachforschungen anstellen, denn es gibt noch einige Dinge, zu denen wir Klarheit schaffen müssen. Und dann werden wir uns bestens auf den ersten Verhandlungstag vorbereiten.“

Als Hauptgrund für einen Verbleib in Untersuchungshaft führte die Staatsanwaltschaft wiederum eine etwaige Fluchtgefahr bei Pertsev an. Obwohl dessen Rechtsvertreter Eingeständnisse wie vorübergehenden Hausarrest und regelmäßige Meldungen auf dem Polizeirevier gemacht hat, sieht das Gericht von einer Freilassung bis zum Verhandlungstermin ab.

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