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Terra-Gründer Do Kwon gibt „Rettungsplan“ für Stablecoin UST bekannt

5 d ago3 min readAltcoins
Terra-Gründer Do Kwon gibt „Rettungsplan“ für Stablecoin UST bekannt

Do Kwon, der Geschäftsführer von Terraform Labs, gibt sein Krypto-Projekt so schnell nicht auf. Nach langem Warten, in dem sich die zugehörige Kryptowähurng Terra (LUNA) und Stablecoin TerraUSD (UST) in freiem Fall befanden, hat Kwon nun den vermeintlichen „Rettungsplan“ bekanntgegeben.

Während Terra im Vergleich zum Rekordhoch um massive 90 % eingebrochen ist, liegt der eigentliche „Stablecoin“ UST inzwischen um 75 % hinter der angestrebten Parität mit dem US-Dollar zurück. Um dem entgegenzuwirken, hat Kwon nun „mehrere ausgleichende Maßnahmen“ ins Auge gefasst, die die heftigen Verluste der letzten Stunden wieder ausmerzen sollen.

2/ I understand the last 72 hours have been extremely tough on all of you - know that I am resolved to work with every one of you to weather this crisis, and we will build our way out of this.Together.— Do Kwon (@stablekwon) May 11, 2022

Demnach soll nun eine vorläufige Lösung vorliegen, um den „dezentralisierten“ Stablecoin UST wieder an den US-Dollar anzubinden. Dazu sollen UST nun noch stärker verbrannt werden, als ohnehin schon, denn dieser Mechanismus war in seiner bisherigen Ausgestaltung offensichtlich noch zu schwach.

Um dies zu erreichen, soll der Pool der sogenannten Special Drawing Rights (SDR) von 50 Mio. auf 100 Mio. reduziert werden, zugleich soll der PoolRecoveryBlock von 36 auf 18 abgesenkt werden. Durch diese Schritte würde die Minting-Kapazität von 293 Mio. auf knapp 1.200 Mio. steigen.

Dementsprechend könnte das Entwicklerteam vier Mal so viel UST minten wie bisher. Diese fragwürdigen geldpolitischen Maßnahmen werden in der Krypto-Community allerdings schon als „Kwon-titative Lockerung“ verunglimpft.

Auch ist unklar, wieso Kwon „1.200 Mio.“ anstatt 1,2 Mrd. schreibt, wobei einige Twitter-Nutzer vermuten, dass dieses semantische Spielchen gezielt die Größenordnung des Problems herunterspielen soll.

Adil Abdulali, der Leiter für Portfolio-Management bei Securitize Capital, kommentiert:

„Im Gegensatz zu Stablecoins wie USD Coin und Tether ist der UST ein 'algorithmischer' Stablecoin, der nicht durch einen tatsächlichen Gegenwert gedeckt ist. Zum Vergleich: Bei Circle wird die Stabilität des USDCoin dadurch garantiert, dass jede Währungseinheit durch 1 US-Dollar abgesichert ist. Dies unterstreicht, die Tatsache, dass es gilt, den richtigen Stablecoin auszuwählen.“

Angesichts der schier unlösbaren Mammutaufgabe, der sich das Team von Terra um Do Kwon gegenüber sieht, fordert letzterer seine Community auf, die „Werbetrommel“ für sein Projekt zu rühren.

14/ Terra’s return to form will be a sight to behold.We’re here to stay. And we’re gonna keep making noise.— Do Kwon (@stablekwon) May 11, 2022

Sollte der UST tatsächlich erfolgreich zurück an den US-Dollar angebunden werden und LUNA zurück in vorherige Rekordhöhen klettern, wäre dies womöglich sogar das beeindruckendste Comeback in der Kryptobranche überhaupt.

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