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Südkorea will bis Anfang 2023 für mehr Anlegerschutz auf dem Kryptomarkt sorgen

4 d ago2 min readRegulation
Südkorea will bis Anfang 2023 für mehr Anlegerschutz auf dem Kryptomarkt sorgen

In der Folge des großen Zusammenbruches des Blockchain-Projekts Terra (LUNA) am Anfang dieses Jahres, wollen die südkoreanischen Behörden und die Politik des Landes nun auf neue Regulierungsvorgaben hinwirken, die einerseits deutlich mehr Anlegerschutz bieten und andererseits höhere Strafen für Krypto-Unternehmen zur Absicht haben.

Wie südkoreanische Medien berichten, arbeiten die Finanzaufsicht FSC und das Parlament bereits an einem entsprechenden Gesetzentwurf, der den Finanzaufsichtsbehörden deutlich mehr Handhabe einräumen soll, um den Kryptomarkt zu beaufsichtigen und gegen unrechtmäßige Aktivitäten von Krypto-Unternehmen wie zum Beispiel Marktmanipulation und Betrug vorgehen zu können.

Der neue Entwurf scheint dabei übergeordnete Priorität zu besitzen, denn zurzeit befinden sich bereits ganze 14 verschiedene Gesetzentwürfe zu Kryptowährungen und Blockchain im Parlament, zudem wurde auch schon der vollumfängliche Digital Asset Basic Act auf den Weg gebracht. So soll die neue Eingabe bereits ab Anfang 2023 für mehr Anlegerschutz sorgen.

Eine anonyme Quelle aus dem südkoreanischen Parlament erklärt dahingehend:

„In den USA hat die Börsenaufsicht SEC weitreichende Handhabe und kann Strafen für unrechtmäßiges Verhalten auf dem Kryptomarkt verhängen, ohne dass es dafür eine neue Rechtsgrundlage braucht, aber in Südkorea brauchen wir eine solche neue Rechtsgrundlage, um dasselbe tun zu können.“

Obwohl in dem Gesetzentwurf keine genauen Details zu den Strafen für etwaige Verstöße genannt sind, kann wohl davon ausgegangen werden, dass sich diese in einem ähnlichen Rahmen bewegen werden wie gleiche Verstöße auf den traditionellen Finanzmärkten.

Die südkoreanischen Behörden haben unterdessen bereits einen Haftbefehl gegen Terra-Chef Do Kwon erlassen, der inzwischen durch eine Rote Ausschreibung von Interpol ergänzt wurde. Damit kann dieser von Polizeibehörden auf der ganzen Welt durchgesetzt werden.

Des Weiteren hat die FSC Ende Oktober angekündigt, dass sie zukünftig genauer auf sogenannte Krypto-Wale, also alle Krypto-Anleger mit Vermögen von mehr als 100 Mio. Won (70.000 US-Dollar), legen wird.

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