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Slashings: Erste Strafen und Sperren gegen Ethereum-Validatoren

4 d ago3 min readEthereum
Slashings: Erste Strafen und Sperren gegen Ethereum-Validatoren

Nope, diese Transaktion hat nicht funktioniert. Stattdessen wird dein Guthaben bis auf weiteres eingefroren. Pech gehabt.

Genau. Die Proof of Stake-Ära von Ethereum ist nur wenige Tage alt, und schon gibt es die ersten Vorfälle bei gesperrten Transaktionen. Eigentlich möchte man meinen, dass es in einem dezentralen Netzwerk keine Kontrollinstanz (wie zum Beispiel im regulierten Finanzwesen) gibt, die entscheidet, wer im Netzwerk Transaktionen verifizieren darf oder nicht. Da es aber bei Ethereum so genanntes Slashing gibt, gibt es nun auch die ersten Fälle von sanktionierten Validatoren – als Personen bzw. Firmen, die Validatoren-Nodes betreiben.

Eigentlich hätte hat Validator Nummer 404680 am Donnerstag, einen Block schreiben wollen. Doch Validator 418389 hat einen Fehler bzw. einen Verstoß gegen die Regeln entdeckt und sanktioniert. Seither darf Nummer 404680 keine weiteren Transaktionen mehr validieren, bekommt demnach künftig auch keine ETH-Rewards mehr – und darf auf seine 31 gestakten ETH auf erst wieder in einem Monat verfügen. Die Strafe ist auch saftig – sie kostet den Validator knapp 1 ETH, also etwa 1.400 Euro.

1 ETH Strafe & Sperre auf Zeit

Der zweite Validator, der geslashed wurde, ist ein junger Malaysier, der sich auf YouTube und Twitter SECrypto nennt. Auch er hat vom Protokoll eine Strafe von 1 ETH ausgefasst und kann über seine restlichen 31 ETH erst wieder am 24. Oktober verfügen. Warum er geslashed wurde, dazu hat er eine Vermutung. Er nutzt Back-up-Geräte für seinen Validator-Node, und die dürften sich in die Quere gekommen sein. Auf der Blockchain sei eine doppelte Validierung eines Blocks bemerkt worden, und dann verstößt klarerweise gegen den Code. Bumm, Strafe und Sperre. „I will freaking run another validator after my money is back“, kündigt der Malaysier auf Twitter an.

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Wer hinter den beiden Validatoren steckt und warum welche Transaktion genau gegen die Regeln verstoßen hat, das ist nur dann zu erfahren, wenn diese sich outen. Wer die Slashings einsehen möchte, kann das auf der Webseite Beaconcha.in tun.

Slashing & Gefahr der Politisierung

Grundsätzlich wurde Slashing bei Ethereum unter Proof of Stake eingeführt, um eine Handhabe gegen böswillige Akteur:innen zu haben, die versuchen, die Blockchain zu ihren Gunsten zu manipulieren. Wird Missverhalten entdeckt, kann es eben die Strafen und Sperren geben.

Kritiker:innen aber fürchten, dass Slashing politisiert werden könnte. Wie berichtet dominieren aktuell einige wenige große Player (Lido Finance, Coinbase, Kraken, Binance) die große Zahl der Ethereum-Validatoren. Um Transaktionen bzw. Wallets zu blockieren, könnten nun theoretisch Behörden auf diese Player einwirken, um Überweisungen zu blocken. Coinbase-CEO Brian Armstrong sagte bereits, dass er seine Firma in einem solchen Fall aus dem Staking-Business nehmen würde. Im Falle Tornado Cash hat Ethermine, einer der größten Ethereum-Player, bereits Sanktionen gegen bestimmte Adressen eingeführt.

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