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SBF bittet Investoren um Finanzspritze für FTX

10 Nov, 20223 min readOther
SBF bittet Investoren um Finanzspritze für FTX

Sam Bankman-Fried soll Investoren um eine Notfinanzierung in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar gebeten haben, um die Lücke zu schließen, die durch die vielen Auszahlungen an seiner Kryptobörse in den letzten Tagen entstanden ist.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ), haben "mit der Angelegenheit vertraute Personen" erklärt, der Vorstandsvorsitzende habe die Investoren in einer Telefonkonferenz am 9. November darum gebeten, bei der Lösung der finanziellen Probleme von FTX zu helfen.

Die Quelle erklärte, dass Bankman-Fried 3 bis 4 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital aufbringen möchte und dass die Börse teilweise Schulden aufnehmen könnte, um den Fehlbetrag zu decken.

Bankman-Fried erklärte auch, er würde sein persönliches Vermögen einsetzen, um "Kunden und Investoren zu entschädigen", so die Quelle des WSJ.

Der FTX-CEO soll bei dem Telefonat die Schuld an der Lage von FTX zum Teil auch auf die Kampagne gegen die Börse geschoben haben, die zu einem Ansturm von Anlegern geführt habe, die aus Angst vor Verlusten ihr Geld auszahlen lassen wollten.

Laut einem Bericht von Reuters vom 8. November verzeichnete FTX in den letzten Tagen Auszahlungen in Höhe von insgesamt rund 6 Milliarden US-Dollar.

Weiter soll SBF gesagt haben, dass FTX nicht in der Lage sei, "Auszahlungen zu verarbeiten, da ihre Sicherheiten an Wert verlieren und nicht liquidiert werden können".

Am 9. November wurde auf der FTX-Webseite ein Banner eingeblendet, auf dem es heißt, "derzeit können keine Auszahlungen verarbeitet werden. Wir raten dringend Einzahlungen ab".

Unterdessen heißt es in einem Bericht von Bloomberg vom 9. November, dass Bankman-Fried den Investoren gesagt habe, das Unternehmen müsse ohne eine Finanzspritze Insolvenz anmelden. Das soll eine "Person mit direkter Kenntnis der Angelegenheit" erklärt haben.

Die Quelle von Bloomberg bestätigt auch die Vermutung, dass FTX eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital aufbringen will, um sich vor einer Auflösung zu retten.

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Am 8. November unterzeichnete Binance eine unverbindliche Absichtserklärung, laut der die Börse FTX übernehmen wollte. Allerdings machte Binance einen Rückzieher und begründete das damit, dass die Probleme zu groß seien, um diese zu kontrollieren oder um helfen zu können.

As a result of corporate due diligence, as well as the latest news reports regarding mishandled customer funds and alleged US agency investigations, we have decided that we will not pursue the potential acquisition of .— Binance (@binance) November 9, 2022

Cointelegraph has reached out to FTX for confirmation about the shortfall and the contents of the investor call but did not receive a response by the time of publication.

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