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Sam Bankman-Fried bereut Insolvenzanmeldung

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Sam Bankman-Fried bereut Insolvenzanmeldung

Der ehemalige CEO von FTX Sam Bankman-Fried hat erklärt, er bereue es, dass er letzte Woche Insolvenz angemeldet hat. Das sei sein größter Fehler gewesen.

In einem ausführlichen Interview mit Vox vom 16. November beantwortete Bankman-Fried Fragen zu mehreren Themen, wie etwa der Insolvenzanmeldung vom 11. November, seine Gedanken zu Regulierungsbehörden, Ethik, wie FTX und Alameda "mit Kundengeldern spielten" und der FTX-Hack.

Laut Screenshots der Twitter-Konversation zwischen der Vox-Reporterin Kelsey Piper und Sam Bankman-Fried sagte der ehemalige FTX-CEO, er habe zwar viele Fehler gemacht, aber der größte Fehler sei es jedoch gewesen, auf das zu hören, was man ihm gesagt habe, nämlich Insolvenz anzumelden.

"Ich habe mehrmals schon Mist gebaut", so Bankman-Fried. "Wissen Sie, was mein vielleicht größter Fehler war?"

"Genau das, was jeder mir geraten hat, nämlich die Insolvenzanmeldung".

Bankman-Fried erklärte, hätte er keinen Insolvenzantrag gestellt, wäre "jetzt alles zu 70 Prozent in Ordnung" und "die Auszahlungen würden in einem Monat wieder möglich, ohne dass die Kunden Geld verloren hätten". Dazu sagte er weiter:

"Aber stattdessen habe ich Insolvenz beantragt und die Leute, die dafür verantwortlich sind, versuchen aus Scham, alles niederzubrennen."

Nachdem er am 8. November einen "Liquiditätsengpass" meldete, hat Bankman-Fried Investoren um eine Notfinanzierung in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar gebeten.

Auf die Frage, was für ihn als Nächstes anstehe, meinte Bankman-Fried, er habe noch zwei Wochen Zeit, um die 8 Milliarden US-Dollar aufzutreiben. Das sei "im Grunde alles, was für den Rest meines Lebens zählt".

Allerdings hat der aktuelle FTX-CEO und Umstrukturierungsleiter John Ray die Öffentlichkeit daran erinnert, dass Bankman-Fried "nicht bei FTX, FTX US oder Alameda Research Ltd. angestellt ist und nicht in deren Namen spricht".

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In dem Interview sagte Bankman-Fried außerdem auch, seine Forderung nach Regulierung sei "nur PR".

"Scheiß auf die Regulierungsbehörden, die machen alles noch schlimmer, die schützen die Kunden überhaupt nicht."

Stunden später ruderte Bankman-Fried zurück und twitterte am 16. November:

"Es ist wirklich schwer, eine Regulierungsbehörde zu sein. Sie haben eine unmögliche Aufgabe: ganze Branchen zu regulieren, die schneller wachsen, als es ihr Mandat zulässt."

29) Which means that interacting with regulatory structures can be really frustrating: a *huge* amount of work--much of it arbitrary--and relatively little customer protection.Fuck that. You all deserve frameworks that let regulators protect customers while allowing freedom.— SBF (@SBF_FTX) November 16, 2022

Bankman-Fried bestätigte auch, dass das Geld, das aus FTX abgezogen wurde, tatsächlich bei einem Hackerangriff gestohlen wurde. Das deutet darauf hin, dass es sich entweder um einen "Ex-Mitarbeiter oder um Malware auf dem Computer eines Ex-Mitarbeiters" handelt.

Der ehemalige CEO hat nochmals bekräftigt, FTX habe niemals Kundengelder investiert. Das sei "sachlich richtig", da Alameda das Unternehmen gewesen sei, das das Geld investiert hat.

Cointelegraph has reached out to Sam Bankman-Fried for additional commentary but has not received a response by the time of publication.

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