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Ripple News: Irland-Lizenz, XRP-Kurs & LYBR

19 Nov, 20224 min readAltcoins
Ripple News: Irland-Lizenz, XRP-Kurs & LYBR

Auch wenn Ripple vor allem durch das Gerichtsverfahren gegen die US-Börsenaufsicht SEC im Fokus steht, hält dies das Unternehmen nicht davon ab, weiter zu expandieren. Vor allem in Europa ist Ripple seit nunmehr fast zwei Jahren sehr aktiv. Nun hat das Ripple-Team Irland im Sinn. Der XRP-Kurs stagniert derweil weiter.

Das Wichtigste zu den Ripple News in Kürze:

  • Ripple hat eine Lizenz für digitale Assets in Irland beantragt.
  • Damit expandiert das Unternehmen Ripple weiter in Europa und macht sich unabhängiger von den USA.
  • Kürzlich verlor LYBR gegen die SEC vor Gericht. Eine Vorentscheidung im Ripple-Fall ist das dennoch nicht.
  • Derweil stagniert der XRP-Kurs nach dem jüngsten Crash nach der FTX-Insolvenz.
  • Ripple in Europa: VASP Lizenz in Irland beantragt

    Wie Stuart Alderoty in einem Interview mit CNBC erklärte, hat Ripple kürzlich eine VASP-Lizenz (Virtual Asset Service Provider) der irischen Zentralbank beantragt. Damit stellt sich Ripple in Europa deutlich stärker auf.

    Nachdem die SEC gegen das Unternehmen Ripple im Dezember 2020 eine Klage eröffnet hatte, hat Ripple seine Aktivitäten in Europa erweitert. Das ist nicht nur von Erfolg gekrönt, sondern könnte auch im Fall einer Niederlage vor Gericht von essenzieller Bedeutung sein.

    Denn der Markt in den USA sei längst nicht mehr so wichtig für Ripple. „Im Wesentlichen werden alle Kunden und Einnahmen außerhalb der USA generiert, auch wenn wir immer noch viele Mitarbeiter in den USA haben“, so Alderoty.

    Zwar würde auf eine Niederlage vor Gericht weiterhin eine milliardenschwere Strafe folgen, allerdings scheint diese verkraftbar zu sein. Dennoch würde eine Niederlage kurzfristig einen großen Effekt auf den Kryptowährungsmarkt haben. Mittelfristig dürfte auch die Anzahl der neuen Projekte dadurch abnehmen.

    Ripple hat E-Geld-Lizenz in Irland auf dem Zettel

    Darüber hinaus will Ripple in absehbarer Zeit eine E-Geld-Lizenz in Irland beantragen.

    Generell scheint die irische Zentralbank (Bank of Ireland) Kryptowährungen gegenüber positiv eingestellt zu sein.

    Im Juli erteilte die irische Zentralbank der Plattform Gemini die Genehmigung, Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte für lokale Verbraucher anzubieten. Gemini steht aktuell selbst unter Druck, da die Kryptobörse durch einen Auszahlungsstopp beim Krypto-Dienstleister Genesis rund 700 Millionen Dollar an Kundengeldern nicht mehr auszahlen kann. Das betrifft alle Einlagen im Gemini-Earn-Programm und erinnert an das Nuri-Ertragskonto.

    „Dublin ist der europäische Hauptsitz von Gemini, und wir sehen hier ein großes Interesse an Kryptowährungen. Diese Registrierung trägt dazu bei, dass die Kunden Vertrauen in Gemini als sicheren und transparenten Anbieter haben“, wurde Gillian Lynch, Head of Ireland and Europe des Unternehmens, damals zitiert.

    XRP Kurs stagniert: Allzeithoch nach Sieg gegen SEC?

    Die Kryptowährung XRP ist derweil mit einem Kurs von 0,38 US-Dollar und einer damit einhergehenden Marktkapitalisierung von 19,2 Milliarden USD die siebtgrößte Kryptowährung. Ohne Stablecoins reicht es nach Bitcoin, Ethereum und Binance USD sogar für Rang vier.

    Bei Anbetracht des laufenden SEC-Verfahrens ist dies ein durchaus beachtlicher Erfolg für die Kryptowährung. Im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen konnte XRP kein Allzeithoch im vergangenen Bullenmarkt aufstellen. Das Ripple-Allzeithoch datiert noch vom 4. Januar 2018. Damals erreichte XRP einen Kurs von 3,84 USD und war damit zeitweise die zweitwertvollste digitale Währung.

    Viele Investoren spekulieren dennoch auf ein neues XRP Allzeithoch, sollte Ripple gegen die SEC gewinnen.

    Verliert Ripple gegen die SEC wegen LYBR?

    Ein negatives Omen war zuletzt die Verurteilung des dezentralen Video-Streaming-Anbieters LYBR. In einem ähnlichen Fall hatte die SEC sich hier vor Gericht durchsetzen können.

    Auch wenn sich die Anklage in beiden Fällen ähnelt, sollte keine zu schnellen Schlussfolgerungen gezogen werden. Denn Kritiker bemängeln vor allem eine nicht ausgereifte Verteidigung bei LYBR. Die SEC reichte die Klage damals im März 2021 ein und damit erst drei Monate nach der Ripple-Klage.

    Bereits die Tatsache, dass das Gerichtsverfahren zwischen der SEC und LYBR weniger Zeit in Anspruch genommen hat, sollte aufzeigen, dass die Ripple-Klage ein deutlich komplexeres Unterfangen ist.

    Alle Informationen zum Fall zwischen Ripple und der SEC:

    Das Gerichtsverfahren zwischen Ripple und SEC nähert sich aktuell zwar auch einem Ende, allerdings liegt das nur daran, dass beide Parteien ein summarisches Urteil beantragt haben. Das heißt, dass das Gericht nun anhand der vorgelegten Beweise ein Urteil fällen soll. Ansonsten hätte sich das Gerichtsverfahren weiter in die Länge gezogen.

    Das LYBR-Urteil ist sicherlich dennoch als Präzedenzfall interessant. Ebenso wichtig dürfte aber auch die Hinman-Rede aus dem Jahr 2018 sein. Der damalige SEC-Direktor hatte damals erklärt, dass Ethereum kein Wertpapier sei. Während die SEC versucht hatte, diese Dokumente unter Verschluss zu halten, bezeichnete die zuständige Richterin dieses Vorgehen der US-Börsenaufsicht als „scheinheilig“.

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