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Österreicher investieren lieber in Kryptowährungen als in ETFs

27 Jul, 20223 min readOther
Österreicher investieren lieber in Kryptowährungen als in ETFs

Österreicher bevorzugen bei Anlageprodukten eher Kryptowährungen als passiv verwaltete Investmentfonds wie ETFs. Wie eine Umfrage des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY Österreich ergibt, investierte jeder Fünfte (19 Prozent) bereits in Bitcoin & Co. In Besitz von Kryptowährungen sind aktuell 14 Prozent der Befragten.

Die Umfrage wurde unter 1.500 Österreichern ab 18 Jahren durchgeführt. Der Großteil der Befragen (52 Prozent) setzt aber immer noch auf das Altbewährte: Sparbücher. Den zweiten Platz nehmen Aktien und Anleihen ein, in die rund jeder Vierte investiert (24 Prozent), gefolgt von Immobilien bzw. Grundstücken (17 Prozent) und Edelmetallen (16 Prozent). ETFs als Anlageprodukt wählen nur 11 Prozent der Befragten.

Unter Teilnehmern, die in Kryptowährungen investierten, ist Bitpanda laut Bericht die beliebteste Kryptobörse in Österreich. Über die Hälfte der Befragten hat ihr Wallet bei dieser Handelsplattform. Danach folgen Coinbase sowie Binance.

Kryptowährungen haben sich durchgesetzt

„Krypto hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt und ist zu einer populären Investitionsform geworden”, sagt Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich. „Bei fast jedem siebten Befragten machen Kryptowährungen über 50 Prozent der Gesamtinvestitionen aus. Viele setzen alles auf eine Karte. Bei Investitionen ist diese Vorgehensweise generell nicht ratsam, ein hoher Diversifizierungsgrad erhöht die Sicherheit”.

Dabei zeigt die Umfrage, dass den Befragten durchaus bewusst ist, dass Kryptowährungen hochspekulativ sind.

Mangel an Informationen

Laut dem EY-Bericht besteht dennoch ein großes Informationsbedürfnis, was Kryptowährungen und die dahinter stehende Technologie angeht.

Obwohl fast alle Umfrageteilnehmer (95 Prozent) den Begriff Kryptowährungen kennen, fehlt es einem Drittel an konkreten Informationen, damit sie eine Investition in diese wagen würden.

Jeder zweite (50 Prozent) hat noch nie etwas von der Blockchain gehört, ein Drittel (30 Prozent) kennt zwar den Begriff, versteht ihn aber nicht. Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) beklagt, dass Blockchain als Technologie schwer zu verstehen ist.

NFTs werden nicht als Anlageform wahrgenommen

Gegenüber den Non-Fungible Tokens (NFT) als Investitionsform haben die Befragten derweil eher eine ablehnende Haltung. Auch wenn diese ebenfalls wie Kryptowährungen auf der Blockchain basieren, haben diese als Anlage einen anderen Stellenwert. Die meisten Befragten sehen in NFTs ein Glücksspiel oder ein Sammelobjekt und keine seriöse Investitionsform.

Metaverse weitgehend unbekannt

Nur zwei von fünf Befragten können mit Metaverse etwas anfangen, jeder Fünfte weiß jedoch, was diesen Begriff bedeutet. Knapp 13 Prozent können sich vorstellen, Produkte aus dem Metaverse zu kaufen, aber lediglich zwei Prozent haben diese erworben. Die Mehrheit hat aber kein Interesse an solche Produkte.

Die Studie zeigt, dass durchweg ein großes Interesse an Kryptowährungen und alternativen neuen Anlageformen besteht. Allerdings besteht in vielen Bereichen wie der Blockchain-Technologie und NFTs Unsicherheit und starker Informationsbedarf. Dafür spricht auch, dass mit Kryptowährungen vorwiegend bekannte Anlageformen bei den Befragten favorisiert sind.

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