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OneCoin: Hinter «Missing Cryptoqueen» nun ganz Europa her

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OneCoin: Hinter «Missing Cryptoqueen» nun ganz Europa her

Dr. Ruja Ignatova, die OneCoin-Gründerin, die 2017 untergetaucht ist, nachdem sie Investoren um bis zu fünf Milliarden US-Dollar erleichtert haben soll, wurde am Mittwoch (11. Mai) auf die Liste der meistgesuchten Personen in Europa gesetzt, wie auch unter anderem «The Block» berichtet.

OneCoin als «Bitcoin-Killer» dargestellt

Europol, die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden, setzt eine Belohnung von 5.000 Euro für Informationen aus, die zur Verhaftung von Ignatova wegen des Vorwurfs des Betrugs führen. Mit der Begründung, dass sie um Investitionen für OneCoin, eine «eigentlich wertlose Währung», geworben hat. Dies erweitert ungemein den Umfang der Fahndung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie vor Gericht gestellt wird.

Ignatova startete OneCoin im Jahr 2014 mit dem Versprechen, es sei ein «Bitcoin-Killer». Das Geschäft von basierte auf dem Verkauf von Bildungspaketen für den Handel mit Kryptowährungen an seine Mitglieder. Welches wiederum mit Provisionen für den Verkauf an noch mehr neue Mitglieder motiviert wurden. Sie sammelte Geld von Anlegern in 175 verschiedenen Ländern. Behauptungen zufolge, soll seine Mitgliederzahl in der Hochphase des Systems bis zu drei Millionen Menschen betrogen haben. Als sich das Ganze jedoch 2017 schliesslich als Schneeballsystem entpuppte, flog sie nach Athen und wurde seitdem nicht mehr gesehen.

Ohne Blockchain unterwegs

Zuletzt waren OneCoin und Ignatova Thema eines BBC-Sounds-Podcasts, «The Missing Cryptoqueen». Der BBC zugespielte Dokumente enthüllten, dass britische Investoren in der ersten Hälfte des Jahres 2016 OneCoin im Wert von 30 Millionen Euro kauften. Die BBC-Untersuchung ergab auch, dass OneCoin nicht wirklich eine Blockchain hatte. Die Deutsch-Bulgarin war am Mittwochabend ausserdem auch Thema bei der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY».

Während Ignatova es gelang sich den Strafverfolgungsbehörden zu entziehen, wurden Personen, die mit ihr und OneCoin in Verbindung standen, angeklagt. Im Jahr 2019 wurde Mark Scott, der Anwalt von OneCoin, vom US-Bezirksgericht in Manhattan der Verschwörung zur Geldwäsche und des Bankbetrugs für schuldig befunden.

In der Zwischenzeit bekannte sich ihr Bruder Konstantin Ignatov des Betrugs und der Geldwäsche schuldig. Bevor er in seinem Prozess gegen Scott aussagte. Allerdings wartet Scott immer noch auf seine Verurteilung. (mck)

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