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Nuri: Berliner Krypto-Startup muss am 18. Dezember komplett zusperren

18 Oct, 20222 min readOther
Nuri: Berliner Krypto-Startup muss am 18. Dezember komplett zusperren

Bis zuletzt wurde noch versucht, einen Käufer oder einen Investor zu finden – doch auch das scheiterte. Deswegen wird das insolvente Krypto-Startup Nuri (vormals Bitwala) im Dezember zugesperrt. Noch bis zum 18. Dezember haben Nutzer:innen Zeit, ihre Einlagen abzuheben, danach geht nichts mehr. Damit wird klar, dass im aktuellen Marktumfeld niemand Interesse an den rund 200.000 Kund:innen hat.

„In den letzten Wochen hat sich das wirtschaftliche Umfeld für Nuri weiter verschlechtert. Unsicherheiten, die durch die Zinswende und die Ukraine-Krise ausgelöst wurden und den Krypto-Markt belasten, haben zugenommen und schreckten die verbliebenen Investoren ab. Deshalb müssen wir den Geschäftsbetrieb leider einstellen und die verbliebenen über 100 Mitarbeiter entlassen, bei denen wir uns für die engagierte Arbeit bedanken. Unseren Kunden, für die wir bis zum 18. Dezember erreichbar sind, danken wir für ihr Vertrauen in unser innovatives Fintech“, so Kristina Walcker-Mayer, CEO der Nuri GmbH, in einer offiziellen Erklärung.

Nuri wurde bereits im Mai vom Krypto-Crash erfasst und musste damals bereits Mitarbeiter:innen entlassen. Da das deutsche Krypto-Startup einen wichtigen Deal mit dem ebenfalls insolventen Celsius Network hatte, traf der Markteinbruch gleich doppelt. Celsius wurde auch durch den Kollaps des Terra/LUNA-Ökosystems hart erwischt.

Nuri hätte 10 Mio. Euro gebraucht

Wie berichtet, soll es einige Interessent:innen an den Überresten von Nuri gegeben haben. „Erste Interessenten hatten bereits Angebote für Nuri abgegeben, die aber noch präzisiert und ergänzt werden sollten. Aufgrund der angespannten Marktlage und der sich weiter verschlechternden Aussichten sind diese Investoren jetzt leider abgesprungen. Gera- de Startup-Investoren halten sich gegenwärtig erheblich zurück. Deshalb können wir den Geschäftsbetrieb im Interesse der Gläu- biger leider nicht fortführen. Der Geschäftsbetrieb der Schuldnerin hätte weiteres frisches Kapital in Höhe von rund zehn Millionen Euro gebraucht, um profitabel zu werden. Und auch dieses Invest wäre aufgrund der aktuellen Marktentwicklung mit Risiken verbunden gewesen“, heißt es in einer Stellungnahme von Insolvenzverwalter Jesko Stark von der Berliner Kanzlei GT Restructuring.

Immerhin gibt es eine Vereinbarung mit der Neobank Vivid Money aus Berlin, die den Nuri-Kund:innen anbietet, zu wechseln. „Nuri-Kunden haben die Möglichkeit, einen neuen Account bei der Krypto- und Banking- App Vivid zu beantragen und ihre Assets anschließend zu übertragen“, heißt es.

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