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Die Niederlande ordnen 90 Tage Untersuchungshaft für Tornado Cash Entwickler an

25 Aug, 20222 min readOther
Die Niederlande ordnen 90 Tage Untersuchungshaft für Tornado Cash Entwickler an

Ein niederländisches Gericht hat entschieden, dass der festgenommene Tornado Cash Entwickler Alexey Pertsev für 90 weitere Tage in Untersuchungshaft bleiben muss. Die Krypto-Community kritisiert diese Entscheidung und demonstriert in Teilen vor Ort gegen das Urteil.

So argumentiert Krypto-Investor Ryan Adams stellvertretend, dass der Entwickler der Öffentlichkeit eigentlich sogar etwas Gutes getan hat, indem er den Programmiercode für Tornado Cash geschrieben hat. Nur, weil „ein paar böse Jungs“ den Code von Pertsev für ihre Zwecke missbraucht haben, müsste dieser nun die Konsequenzen tragen.

Die Krypto-Unternehmerin Jill Gunter meint wiederum, dass der Fall Pertsev noch nicht genügend mediale Aufmerksamkeit bekommt. Zudem wären die eigentlichen Vorwürfe konfus und unklar, weshalb sie die Lage insgesamt als „beängstigend“ bezeichnet.

In Amsterdam haben sich deshalb nun Teile der regionalen Krypto-Community versammelt, um für die Freilassung des Entwicklers zu demonstrieren. Unter dem Slogan „Open Source is not a crime“ geben die Demonstranten zu bedenken, dass das Schreiben von öffentlich zugänglichem Programmiercode nicht als Verbrechen ausgelegt werden darf. Vielmehr müssten diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die den Code missbrauchen.

— sudo rm -rf --no-preserve-root / (@pcaversaccio) August 20, 2022

Der Kryptographie-Dozent Matthew Green kritisiert die niederländische Polizei ebenfalls für die Festnahme von Pertsev. Green gibt an, dass er nicht versteht, wieso Pertsev überhaupt inhaftiert wurde, und auch die Polizeibehörden würden dies wohl nicht verstehen.

Am 12. August wurde der Entwickler in den Niederlanden festgenommen, wobei ihm zur Last gelegt wird, über den Krypto-Mixer Tornado Cash Geldwäsche begünstigt zu haben. Laut den Behörden wären die Spuren von massiven Geldsummen über den Service verwischt worden, die aus illegalen Geschäften, Krypto-Betrug und Hackerangriffen stammen.

Anfang August hatte das amerikanische Finanzministerium zunächst Sanktionen gegen einige Wallet-Adressen verhängt, die in Verbindung mit Tornado Cash stehen. Zudem wurde amerikanischen Staatsbürgern untersagt, den Krypto-Mixer weiterhin zu nutzen. Im Zuge dessen wurden Krypto-Vermögen in Form von USD Coin (USDC) und Ethereum (ETH) eingefroren, die in einigen der sanktionierten Wallets liegen.

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