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NFTs – Kann sich der Hype in 2022 fortsetzen?

8 Jul, 20224 min readNFT
NFTs – Kann sich der Hype in 2022 fortsetzen?

NFTs waren das Hype-Thema in 2021. Vor allem im Collectible-Segment konnten sie einen neuen Milliardenmarkt schaffen, aber auch im Gaming- und Kunstmarkt setzten sich NFTs an die Spitze. Zum Jahresende begannen allerdings die Trading-Volumina zu sinken und der Trend setzte sich im ersten Quartal 2022 fort. Dieses Szenario ist auf die sowohl angespannte wirtschaftliche als auch die komplexe geopolitische Lage zurückzuführen.

NFT Performance in Q1 2022

Allgemein kann man sagen, dass die Indikatoren bärisch sind. Viele Projekte, wie Profile Picture Projekte (PFP) mit einem Angebot von 10.000 NFTs pro Kollektion, sind stark zurückgegangen. Der Rückgang des Verkaufsvolumen geht jedoch mit einem viel geringeren Rückgang des gehandelten Dollarvolumens einher. In Zahlen ging das Handelsvolumen von 8,2 Milliarden auf 7,8 Milliarden zurück, was einem Rückgang von ungefähr 5 Prozent entspricht. Spannend ist zu beobachten, dass trotz Abnahme der aktiven Wallets, die Anzahl der potentiellen Käufer immer noch höher ist, als die Anzahl der Verkäufer. Dies bedeutet, dass das Interesse am Kauf eines NFTs immer noch vorhanden ist.

Zudem sind zwei Indikatoren auf dem Vormarsch: Die Anzahl der Smart Contracts stieg um über 10% von 1.271 im 4. Quartal 2021 auf 1.404 im 1. Quartal 2022. Die Zunahme der Anzahl von Smart Contracts bedeutet eine Zunahme der Anzahl der Projekte, die erstellt werden und aktiv sind. Des Weiteren stieg der Durchschnittspreis für ein NFT von 587 Dollar auf 1.057 Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von ungefähr 80%. Der Wachstum des Durchschnittspreis ist besonders auf den Verkauf von “Bluechip”-Projekten wie Bored Ape Yacht Club, CryptoPunks, Azuki oder Cyberbrokers zurückzuführen.

Für die Langlebigkeit des Marktes spricht auch die Zunahme der Haltedauer eines NFTs. Diese stieg um knapp 50% auf 39,6 Tage. Leider nahm auch der Verlust durch einen Verkauf um 50% zu. So verloren Käufer, die mit einem NFT in Q1 2022 handelten, knapp 1,2 Milliarden Dollar. Dem gegenüber steht ein Gewinn durch einen Verkauf von 3,3 Milliarden Dollar, welcher aber um knapp 3 Prozent im Vergleich zu Q4 2021 zurückgegangen ist. Somit lässt sich sagen, dass der Handel von NFTs in Q1 2022 weniger profitable war, wie noch vor einem halben Jahr.

Krieg und wirtschaftliche Krisen wirken sich auf den Handel aus

Eines der bedeutendsten Ereignisse des ersten Quartal 2022 ist der Beginn des Krieges in der Ukraine gewesen. Dies ist bis jetzt der größte Rückschlag, den die NFT-Szene hinnehmen musste. Besonders deutlich sieht man den Einbruch in dem Google-Trends-Suchdiagramm. Vom 11.07.2021 bis 18.01.2022 war die Suchnachfrage von NFTs immer steigen und setzte mit einem Wert von über 80 am 18. Januar 2022 einen neuen Höhepunkt. Allerdings sank die Suchnachfrage bis 20.02.2022 schlagartig über 50%, als der Beginn des Krieges sich abzeichnete. Die Medien berichteten ausschließlich über den Ukrainekrieg und das Interesse an einer neuen Technologie nahm ab.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Ankündigungen der FED zu Beginn des Jahres bezüglich der Verlangsamung der “Anti-Covid”-Finanzmaßnahmen. Am 15.Juni entschied man sich erstmals seit 1994 den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte zu erhöhen. Dies hatte weitgehende Folgen für den Finanzmarkt. Risikoreiche Assets wurden zuerst abgestoßen und sanken folglich. Die größte Kryptowährung Bitcoin brach um über 70% ein und auch der Gesamtmarkt ging von fast 3.000 Milliarden auf 961 Milliarden zurück. Unter diesen Umständen litt folglich auch der Handel mit NFTs.

Fazit – Können NFTs den Hype aus 2021 weiterführen?

Die große Neuheit dieses Quartals ist zweifelslos die Entwicklung der Rentabilität der Märkte. In 2022 ist es deutlich schwieriger mit einem NFT-Verkauf Geld zu verdienen als noch 2021. Dennoch kann optimistisch in die Zukunft der NFT-Branche geblickt werden.

Zwar haben das Asset-, USD- und das aktive Wallet-Volumen im Vergleich zu Q4 2021 abgenommen, trotz alledem ist das Volumen von 7,8 Milliarden immer noch sehr groß. Der Käuferüberschuss spricht zudem für ein langfristiges Interesse am Markt und stützt die rasante Entwicklung in 2021.

Diejenigen, die 2021 in die Branche eingestiegen sind und auf weiter steigende Kurse gehofft haben, wurde in 2022 bis jetzt enttäuscht. Dennoch ist nicht abzustreiten, dass NFTs ein riesiges Zukunftspotential haben und es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch in diesem Bereich neue Entwicklungen entstehen.

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