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Nicht nachmachen: Nutzer zahlt 1.000-fache Gebühr für Versendung von 4 Bitcoin (BTC)

25 Oct, 20223 min readBitcoin
Nicht nachmachen: Nutzer zahlt 1.000-fache Gebühr für Versendung von 4 Bitcoin (BTC)

Wurstfinger? Ein Bitcoin (BTC)-Nutzer hat für eine Transaktion über 200 US-Dollar an Gebühren bezahlt und damit ganz deutlich mehr, als im Durchschnitt.

Bei einer Transaktion im Bitcoin-Block 760.077 zahlte ein Nutzer 1.136.000 Satoshis (0,0136 BTC oder 220,52 US-Dollar), um 3,8 BTC (63.000 US-Dollar) zu bewegen. Das entspricht dem 1.000-fachen der üblichen Bitcoin-Transaktionsgebühr, denn bei Blockhöhe 760.077 betrug die durchschnittliche Transaktionsgebühr etwa 0,20 US-Dollar.

Der Twitter-Nutzer Bitcoin QnA entdeckte diese ungewöhnliche Transaktion und fragte nur knapp: "Warum?". Der Bitcoin-Experte erklärte gegenüber Cointelegraph: "Letztendlich werden wir nie erfahren, warum Nutzer eine so hohe Gebühr gezahlt hat, aber es gibt ein paar mögliche Antworten." QnA hat die folgenden möglichen Antworten darauf genannt:

"1. Wallet mit schlechter Gebührenschätzungen verwendet 2. Nutzer macht einen Tippfehler bei der manuellen Eingabe der Gebühr 3. Eine Börse, die eine dringende Auszahlung bearbeitet. Dabei fällt die Gebühr oft höher aus, aber normalerweise nicht so viel höher!"

Es könne aber auch sein, dass der Benutzer es nicht besser wusste. Es sei auch möglich, dass "ein Benutzer nicht versteht, wie Miner-Gebühren funktionieren (unwahrscheinlich angesichts der Beträge, die in der betroffenen Transaktion versendet wurden)."

Die Transaktionsgebühren auf der Bitcoin-Blockchain variieren immer wieder. Die Spanne reicht von einigen Cents bis hin zu Hunderten von Dollar, je nachdem wie überlastet der Bitcoin-"Mem-Pool" und wie groß die Transaktion ist. Die Transaktionsgebühren werden in Satoshis pro Dateneinheit angegeben, oder kurz: Sats/vByte.

Die sats/vByte-Rate wird mit dem Umfang der Transaktion multipliziert, um die Gesamtgebühr auszurechnen. Generell gilt: je mehr Geld (oder Daten) man versendet, desto höher fällt die Transaktionsgebühr aus. Aber auch einige andere Faktoren spielen hierbei eine Rolle.

Wenn ein Nutzer es eilig hat, kann er eine höhere Transaktionsgebühr zahlen, um sicherzustellen, dass Miner diese Transaktion in den nächsten bestätigten Block aufnehmen. Der Preis für diesen Luxus ist eine höhere Transaktionsgebühr. Die niedrigste Gebühr beträgt 1 sats/vByte; Höhere Gebühren liegen im Allgemeinen über 7 Sats/vByte. Der betroffene Bitcoiner zahlte dabei 8.042 Sats/Byte, also 1.136.000 Sats.

Das ist mehr als das 1.000-fache der üblichen Gebühr. Die durchschnittliche Transaktionsgebühr für Block 760,077 lag bei etwa 8 Sats/vB oder umgerechnet 0,22 US-Dollar.

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Bei weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass dieselbe Wallet 40 Minuten zuvor eine weitere Bitcoin-Transaktionen getätigt hat, bei der ebenfalls eine viel zu hohe Gebühr gezahlt wurde. Die Wallet hat 4,28 BTC (83.000 US-Dollar) für 564.096 Sats oder 0,056 BTC bzw. 109 US-Dollar übertragen. Die Miner erhielten dafür 4.022 Sats/vB.

Da man auf der Bitcoin-Blockchain teilweise anonym ist, kann man nicht nachvollziehen, warum der Nutzer eine so hohe Transaktionsgebühr gezahlt hat. Es ist auch unklar, warum der Nutzer vier Blocks später dasselbe wiederholte. QnA scherzte, es könne auch "ein reicher Bitcoiner sein, der das macht, weil er es einfach kann (unwahrscheinlich)".

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