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Krypto-Betrüger kaufen Identitäten auf dem Schwarzmarkt: CertiK deckt aktuelle Masche auf

1 h ago3 min readBlockchain
Krypto-Betrüger kaufen Identitäten auf dem Schwarzmarkt: CertiK deckt aktuelle Masche auf

Krypto-Betrügern steht ein "billiger und einfacher" Schwarzmarkt zur Verfügung, auf dem sich Leute bereits zeigen, ihren Namen und ihr Gesicht auf betrügerische Projekte zu setzen. So jemand kostet lediglich 8 US-Dollar, wie das Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK nun aufgedeckt hat.

Diese Leute werden von CertiK als "Professionelle KYC-Schauspieler" bezeichnet und lassen sich oft freiwillig als verifizierte Person eines Krypto-Projekts einsetzen, um so das Vertrauen der Krypto-Community zu gewinnen. Der Plan ist es dann, einen "Insider-Hack oder Exit-Betrug" durchzuführen.

Diese KYC-Schauspieler nutzen ihre Identität auch, um Bank- oder Devisenkonten im Namen der Kriminellen zu eröffnen.

Laut einem Blogbeitrag vom 17. November konnten die Analysten von CertiK über 20 Untergrundmarktplätze auf Telegram, Discord, mobilen Apps und Gig-Webseiten finden, auf denen KYC-Schauspieler für bereits 8 US-Dollar für einfache "Gigs" wie Identitätsprüfungen angeworben werden können, "um ein Bank- oder Devisenkonto aus einem Entwicklungsland zu eröffnen".

Bei teureren Aufträgen muss der KYC-Schauspieler sein Gesicht und seinen Namen für ein betrügerisches Projekt hergeben. CertiK stellte fest, dass die meisten Schauspieler offenbar ausgebeutet werden, da sie in Entwicklungsländern "mit einer überdurchschnittlichen Konzentration in Südostasien" leben und etwa 20 bis 30 US-Dollar pro Rolle erhalten.

Bei komplexeren Anforderungen oder Überprüfungsprozessen kann es teurer werden, insbesondere wenn die KYC-Schauspieler in Ländern ansässig sind, die ein geringes Geldwäscherisiko aufweisen.

Bei einigen Rollen erhält der Schauspieler bis zu 500 US-Dollar pro Woche, etwa wenn er den CEO für ein bösartiges Projekt spielt. Aber der Markt für KYC-Darsteller war laut CertiK "marginal" im Vergleich zum Markt für bereits identitätsgeprüfte Bank- und Kryptobörsenkonten.

Der Umtausch von Kryptowährungen in Fiatwährungen und umgekehrt macht ebenfalls einen bedeutenden Prozentsatz der Transaktionen auf diesen Marktplätzen aus. CertiK hat dabei berechnet, dass über 500.000 Mitglieder mit Marktplatzgrößen zwischen 4.000 und 300.000 auf diesen Schwarzmärkten als Käufer und Verkäufer tätig sind.

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CertiK warnte, dass über 40 Webseiten, die vorgeben, Krypto-Projekte zu prüfen und "Nachweise für Identitätsprüfungen" anzubieten, "wertlos" seien, da die Dienste "zu oberflächlich sind, um Betrug zu erkennen, oder einfach zu amateurhaft, um Insider-Bedrohungen zu erkennen".

Weiter hieß es, den Teams, die hinter diesen Webseiten stehen, fehle "die erforderliche Untersuchungsmethodik, Ausbildung und Erfahrung". Das bedeute, dass diese Nachweise dann von Betrügern ausgenutzt werden, um die Community und Investoren in die Irre zu führen.

Doch die Branche lässt das nicht so einfach zu und macht es Krypto-Betrügern immer schwerer. Ein Tool, das im Oktober vom bekannten Finanzriesen Mastercard veröffentlicht wurde, kombiniert künstliche Intelligenz und Blockchain-Daten, um bei der Aufdeckung und Verhinderung von Betrug zu helfen.

Da Blockchain-Transaktionen öffentlich einsehbar sind, ist es für Betrüger schwieriger, Geldbewegungen zu verbergen. Ein aktuelles Beispiel liefern französische Behörden, die mit Hilfe von On-Chain-Analysen fünf Personen ausfindig machen und anklagen konnten, die durch einen Phishing-Betrug NFTs gestohlen haben.

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