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Könnte Crypto.com nach FTX als nächste Börse kollabieren?

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Könnte Crypto.com nach FTX als nächste Börse kollabieren?

Die FTX-Pleite hat viele Kunden von Kryptobörsen aufgeschreckt. Sie befürchten, dass dies erst der Anfang gewesen sein könnte. Aktuell steht Crypto.com im Zentrum von Spekulationen, doch der CEO, Kris Marszalek, winkt ab.

Er meldete sich auf den zahlreichen sozialen Medien zu Wort und versicherte, dass mit Crypto.com alles in Ordnung sei. Sein Unternehmen stehe auf soliden Beinen, die Einlagen seien sicher. Doch in den letzten Monaten hat Crypto.com, Medienberichten zufolge, mindestens ein Viertel seiner Mitarbeiter entlassen, daher ist die Sorge unter den Kunden groß, dass Crypto.com FTX nachfolgen könnte.

Das Misstrauen wächst

Die Pleite hat das Misstrauen anwachsen lassen. Das gilt vor allem deshalb, weil Crypto.com einen ähnlichen Ansatz verfolgt wie zuvor FTX. Auch hier setzt man auf die Werbung durch Promis und einem auffälligen und teuren Marketing.

Genau wie FTX ist Crypto.com in privater Hand und hat seinen Firmensitz außerhalb der USA, nämlich in Singapur. Das Portfolio ist umfangreich und umfasst eine Reihe von Produkten für den Handel, die Lagerung, sowie den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen an.

Ähnlicher Auftritt in der Öffentlichkeit

Zwar ist Crypto.com kleiner als FTX, gehört aber trotzdem zu den größten und bekanntesten Kryptobörsen der Welt. Der Zusammenbruch von FTX war deswegen so schockierendend, weil viele Kunden nicht mehr in der Lage waren, ihre Einlagen zurückzuholen. Die mangelnde Liquidität war die Ursache dafür, daher wächst jetzt die Sorgen, dass dies auch bei anderen Börsen passieren könnte, sobald es Probleme gibt.

Längst sind in den Sozialen Medien zahlreiche Diskussionen darüber entbrannt, ob Crypto.com der nächsten Wackelkandidat sein könnte. Das Missgeschick, bei dem die Börse im Oktober versehentlich 80 Prozent seiner Ethereum-Bestände an eine andere Börse geschickt hatte, trägt nicht gerade dazu bei, das Vertrauen in Crypto.com zu stärken.

Binance heizt die Diskussion weiter an

Das sah offenbar auch der Chef von Binance so. Er twitterte am Sonntag:

Wenn eine Börse große Mengen an Krypto verschieben muss, bevor oder nachdem sie ihre Wallet-Adressen zeigt, ist das ein klares Zeichen für Probleme. Bleiben Sie weg.

Das Vertrauen in den Markt ist jedenfalls erschüttert. Der CEO von Crypto.com hat jedenfalls alle Hände voll zu tun, allen Nutzern und Behörden zu versichern, dass es seiner Börse gut gehe. Allerdings räumte er ein, dass sein Unternehmen, so wie andere Kryptobörsen auch, derzeit mit vielen Abhebungen konfrontiert ist. Doch diese seien bereits wieder stark zurückgegangen.

Bankman-Fried sah bis zum Schluss keine Probleme

Doch auch der Boss von FTX Sam Bankman-Fried beteuerte noch zwei Tage vor dem Zusammenbruch, dass es FTX gut gehe. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Börsen sind jedenfalls frappant. FTX warb mit Tom Brady, Crypto.com holte Matt Damon als Markenbotschafter. FTX kaufte die Namensrechte für die Arena der Miami Heat, Crypto.com jene für die Arena der LA Lakers. Beide Kryptobörsen waren auch in der Formel 1 aktiv und bewarben ihre Leistungen in Werbespots, die, während der Super Bowl zu sehen waren.

In diesem Klima ist es für neue Coins umso schwieriger, sich am Markt zu positionieren. Auch die Bitcoin Prognose bleibt schwierig, schließlich musste die Mutter aller Kryptowährungen nach der Pleite von FTX ebenfalls starke Kursrückgänge hinnehmen.

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