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Keine Lizenz: Millionenstrafe für Binance in den Niederlanden

19 Jul, 20222 min readOther
Keine Lizenz: Millionenstrafe für Binance in den Niederlanden

Eigentlich ist Binance in den vergangenen Monaten vor allem dadurch aufgefallen, dass es sich in vielen verschiedenen Ländern um die Einhaltung von Regulierung kümmert. Nicht geschehen ist das bisher offenbar in den Niederlanden. Denn dort hat die Zentralbank (De Nederlandsche Bank, DNB) den Marktführer bei Krypto-Börsen, zu einer Strafe von 3,325 Millionen Euro verdonnert.

Trotz einer Verwarnung im August 2021 hat es Binance bisher nicht geschafft, sich eine entsprechende Lizenz für den Betrieb eines Krypto-Asset-Providers in den Niederlanden zu besorgen – und das ist in dem Land seit Mai 2020 verpflichtend, um den Behörden bessere Handhabe gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu bieten.

Gegen Binance wird generell Geldwäsche-Verdacht erhoben, und zwar in Milliardenhöhe. Das Unternehmen hat dies auch nie wirklich dementiert. „Weder unsere Branche noch Binance sind perfekt, aber wir sind in den letzten drei Jahren sprunghaft gewachsen“, hieß es dazu erst im Juni 2022 (Trending Topics berichtete).

„Schwerwiegende Verstöße“

„Binance hatte einen Wettbewerbsvorteil, weil es keine Abgaben an die DNB gezahlt hat und keine weiteren Kosten im Zusammenhang mit der laufenden Überwachung durch die DNB zu tragen hatte. Ein weiterer wichtiger Grund für die erhöhte Geldbuße ist, dass die Verstöße über einen langen Zeitraum stattfanden: vom 21. Mai 2020 (Datum der Einführung der Registrierungspflicht) bis mindestens 1. Dezember 2021 (Datum des Endes der Untersuchung durch die DNB). Die DNB stuft diese Verstöße daher als sehr schwerwiegend ein“, heißt es in einem offiziellen Statement.

Binance ist mit dem Urteil aber nicht einverstanden und hat Einspruch gegen die Geldbuße erhoben. Immerhin hat die DNB mittlerweile eine Registrierungsanfrage des Unternehmens erhalten. Die DNB hatte die Geldbuße um 5 Prozent gesenkt, weil eben ein Registrierungsantrag eingereicht wurde und weil Binance „während des gesamten Prozesses relativ transparent über seine Geschäftsabläufe“ war.

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