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FTX: Bankrott-Bericht offenbart 50 Top Kreditgeber, so viel verlor der Größte beim Crash

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FTX: Bankrott-Bericht offenbart 50 Top Kreditgeber, so viel verlor der Größte beim Crash

Die ersten Nachrichten rund um die Insolvenz der FTX Börse sind nun schon zwei Wochen her. Das Unternehmen ist offiziell zahlungsunfähig. Mittlerweile überschlagen sich die News. Es tauchte ein Bericht auf, aus dem hervorgeht, auf wie viel Geld die Gläubiger warten. Einer der Geldgeber war dabei besonders betroffen.

Top FTX Kreditgeber warten auf 3,1 Milliarden USD

Aus den Unterlagen des laufenden Insolvenzverfahrens um FTX geht hervor, dass das Unternehmen bei den Top 50 Gläubigern mit insgesamt 3,1 Milliarden USD in der Kreide steht.

Die Dokumente legte das Unternehmen bei dem Gericht in Wilmington, Delaware, vor. FTX gibt an, dass die Liste mit den „Top 50 Gläubigern“ aus eigenen Informationen stammt. In dem Bericht vom 19. November heißt es:

„Die Top 50-Liste basiert auf den derzeit verfügbaren Gläubigerinformationen der Schuldner, einschließlich Kundeninformationen, die eingesehen werden konnten, aber zu diesem Zeitpunkt nicht anderweitig zugänglich sind. Die Untersuchung der Schuldner in Bezug auf die aufgeführten Beträge wird fortgesetzt, einschließlich Zahlungen, die möglicherweise geleistet wurden, sich aber noch nicht in den Büchern und Aufzeichnungen der Schuldner widerspiegeln. Die Schuldner arbeiten auch daran, vollen Zugriff auf Kundendaten zu erhalten.“

Auf dem ersten Platz der Liste liegt ein Kunde, dem FTX 226.280.570 USD schuldet. Die kleinste Summe, die das Unternehmen an einen Kunden auszahlen muss, liegt bei 21.344.561 USD. Rechnet man die ausstehenden Beträge der Top 50 Gläubiger zusammen, schuldet ihnen das Unternehmen mindestens 3,1 Milliarden USD. Die Angaben sind derzeit anonymisiert.

Anzahl der Gläubiger immer noch unklar

Aus diesen Dokumenten gehen lediglich die größten 50 Kreditgeber der Börse hervor. Wie viele Gläubiger es bei dem Verfahren letztendlich sind, ist bisher unbekannt. In Berichten aus der vergangenen Woche, geht hervor, dass möglicherweise 1 Million Gläubiger an dem Verfahren beteiligt sein könnten.

„Tatsächlich könnten es mehr als eine Million Gläubiger sein, die betroffen sind. Aus diesem Grund ist der Schuldner dazu verpflichtet, eine Liste mit den Top 50 Kreditgebern zu erstellen.“

In einem Tweet vom 11. November, in dem Sam Bankmann-Fried die Insolvenz bestätigte, gibt er an, dass es lediglich 100.000 Gläubiger seien. Im gleichen Beitrag kündigte der ehemalige FTX Chef an, von seinem Posten als CEO zurückzutreten. Er wird nun von John Ray abgelöst. Dieser bittet bei den FTX Kunden nun um Entschuldigung und hofft auf eine baldige Lösung:

„Hoffentlich finden wir einen Weg zur Rettung. Hoffentlich kann dadurch Transparenz, Vertrauenswürdigkeit und Kontrolle geschaffen werden. Letztendlich hoffe ich, dass daraus ein Mehrwert für die Nutzer entsteht.“

1) Hi all:Today, I filed FTX, FTX US, and Alameda for voluntary Chapter 11 proceedings in the US.— SBF (@SBF_FTX) November 11, 2022

Die Krise zeichnete sich laut Berichten des Manager-Magazins bereits im Oktober ab. Demnach sei die Börse bereits im vergangenen Monat mit Zahlungen im Verzug gewesen. In dem Artikel geht man davon aus, dass die Binance Börse die FTX Plattform retten möchte.

Das dementierte der Binance CEO wenige Tage später auf Twitter. Er gab an, die FTX Börse gründlich überprüft zu haben. Eine Zusammenarbeit kommt für ihn nicht mehr infrage. Innerhalb kürzester Zeit reagierte der Kurs auf die Schlagzeilen. Am 8. November stürzte der Preis von über 22 USD auf 4 USD ab. Seitdem sank der Wert des FTX Tokens weiter ab. Heute liegt er bei 1,31 USD.

Liquidating our FTT is just post-exit risk management, learning from LUNA. We gave support before, but we won't pretend to make love after divorce. We are not against anyone. But we won't support people who lobby against other industry players behind their backs. Onwards.— CZ 🔶 Binance (@cz_binance) November 6, 2022

Weiterer Eklat: kaufte FTX Luxusimmobilien trotz finanzieller Schwierigkeiten?

Dass es um die finanziellen Mittel der Börse nicht gut steht, war bis zum letzten Monat nicht bekannt. Demnach war auch nichts dagegen einzuwenden, dass CEO Sam Bankmann-Fried und auch seine Familie ein Luxusleben führten. Wenn man nun die aktuelle Lage des Unternehmens bedenkt, stellt man jedoch auch die vergangenen Monate der Geschäftsführung infrage.

Der Spiegel berichtet heute darüber, dass Bankmann-Fried, seine Eltern und führende Angestellte in den letzten zwei Jahren Immobilien im Wert von fast 121 Millionen USD gekauft haben sollen. Das deckte die Nachrichtenagentur Reuters auf. Dabei bezieht sie sich auf offizielle Immobilienunterlagen.

Die Kaufbeträge der Luxusimmobilien sollen demnach zwischen 30 und 71 Millionen USD liegen. Die Nachrichtenagentur bat um Stellungnahmen. Bisher reagierte niemand auf Anfragen.

Nach FTX die nächste Börse Insolvenz?

Am 16. November wurde bekannt, dass nun auch die Gemini Börse einen Teil seiner Auszahlungen nicht mehr tätigen kann. Es seien Probleme entstanden, die durch fehlendes Investitionskapital zustande kamen.

Das Unternehmen dementiert jedoch, dass es vor der Insolvenz stehen würde. Lediglich ein kleiner Teil der Plattform wäre von den Schwierigkeiten betroffen. Der Handel mit Kryptowährungen soll laut eigenen Angaben weiter stattfinden können. Ausschließlich Genesis Kunden seien von der Einschränkung betroffen.

Gemini ging vor einigen Jahren eine Partnerschaft mit Genesis ein. Das Unternehmen stoppte nun die Auszahlungen an Gemini. Wie sich die Nachrichten rund um die Börse entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Doch nach der schweren Krise, die FTX auslöste, dürften die Kunden in jedem Fall besorgt sein. Ausstehende Zahlungen in der Höhe, wie sie aktuell bei FTX zustande kommen, wollen Kreditgeber künftig vermeiden.

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