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Edge Card: Krypto-Kreditkarte ohne KYC endlich Realität!

10 Jun, 20225 min readOther
Edge Card: Krypto-Kreditkarte ohne KYC endlich Realität!

Mit der Edge Card ist die Verfügbarkeit einer Krypto-Kreditkarte ohne KYC endlich Realität! Die Bekanntgabe sorgt in der Krypto-Szene für große Euphorie, während in der klassischen Finanzbranche Furore entstehen.

Was ist die Edge Mastercard?

Edge ist ein Unternehmen, das eine gleichnamige Krypto-Wallet entwickelt, die über 130 verschiedene Kryptowährungen unterstützt. Ziel des Unternehmens ist laut eigener Aussage:

Nutzer weltweit zu befähigen, mit der Krypto-Ökonomie durch die Bereitstellung intuitiver und zugänglicher Lösung zur Selbstverwaltung zu interagieren.

Zu diesem Zweck arbeitet Edge mit verschiedenen Swappern wie Sideshift oder Changelly zusammen. Durch das FIA Protocol wird die Versendung von Kryptowährungen untereinander deutlich einfacher, während die Fehleranfälligkeit sinkt.

Auch der Erwerb von Gutscheinen mit Kryptowährungen ist durch eine Kooperation mit Bitrefill direkt aus der Edge Wallet möglich.

Dank der neuesten Errungenschaft gibt Edge sogar den Ton in der Branche an und kommt seinem Ziel “finanzielle Souveränität für jedermann” einen bedeutenden Schritt näher.

In Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Patriot Bank ist es Edge nun gelungen, die Edge Card (auch Edge Mastercard) zu entwickeln. Es handelt sich dabei um die erste Krypto-Kreditkarte überhaupt, die gänzlich auf KYC verzichtet.

Krypto-Zahlungen ohne KYC: Edge Card macht's möglich!

Wer Kryptowährungen wirklich anwenden möchte, trifft oft auf Probleme. Die Krypto-Adoption ist noch nicht im hinreichenden Ausmaß erreicht. Damit Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel dienen können, müssen die Händler diese oft gezielt unterstützen.

Die Kryptobranche reagierte und entwickelte Krypto-Kreditkarten, durch die man Kryptowährungen in Waren oder Dienstleistungen verwandeln kann. Einige davon fasst Bitcoin2Go im Krypto-Kreditkartenvergleich zusammen.

Das Problem: Diese Kreditkarten erfordern die Fremdverwahrung von Kryptos und obendrein einen Identifizierungsprozess. Dadurch geht der eigentliche Sinn von Kryptowährungen komplett verloren.

Nutzer haben weder die volle Kontrolle über ihre Kryptos, noch können sie pseudonym oder anonym agieren. Die Edge Card ist die erste Krypto-Kreditkarte, die genau das nun doch erlaubt.

Vor zwei Tagen kündigte Edge die eigene Kreditkarte an, die auch den Beinamen Confidential Mastercard (vertrauliche Mastercard) verliehen bekam. Das Angebot bewarb man mit dem Motto:

Gib deine Bitcoin privat und augenblicklich aus!

Edge-Mitgründer und Geschäftsführer Paul Puey beschreibt, was Nutzer benötigen, um eine Edge Card zu erhalten:

Keinen Namen, keine Telefonnummer, keine E-Mail-Adresse, bestimmt nicht deine tatsächliche Adresse. Gar nichts. Man kann eine virtuelle Kreditkarte in Edge in nur 15 Sekunden erstellen.

Puey trat immer wieder als Befürworter finanzieller Privatsphäre auf. Das neue Angebot richte sich aber vor allem an Personen, die kein vollwertiges Bankkonto erhalten können.

Edge Card: Was ist nun das Besondere?

Edge ist eine Non Custodial Wallet. Nutzer können dort mehr als 130 verschiedene Kryptowährungen organisieren. Eine Identifizierung ist logischerweise nicht nötig – auch dann nicht, wenn man innerhalb der Wallet eine virtuelle Kreditkarte erstellt.

Das Angebot richtet sich bislang nur an US-Amerikaner. Durch die virtuelle Kreditkarte lassen sich Zahlungen überall dort durchführen, wo Apple Pay und Google Pay unterstützt werden, sowie in Onlineshops.

Ich freue mich riesig auf die Einführung der Edge Mastercard. Bitcoin-Nutzer werden endlich in der Lage sein, bei Tausenden von Händlern in den USA privat zu bezahlen, ohne persönliche Daten preiszugeben und ohne Gebühren oder Verzögerungen beim Aufladen der Karte! – Paul Puey

Der Nutzer muss seine Edge Card dafür lediglich mit einem Guthaben ausstatten. Auch das tut er direkt in der Wallet und dafür muss er nicht mal Gebühren zahlen.

Zur Auswahl stehen für diesen Zweck Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Dogecoin und Dash. Die Aufladung erfolgt in Echtzeit zum jeweiligen Kurs der Kryptowährung. Demnach ist es in Sekundenschnelle möglich, die Karte kurz vor Erreichen der Kasse aufzuladen.

Es handelt sich dabei um einen Tausch von Kryptos zu Fiatgeld. Wegen der Schnelligkeit der Umwandlung kann man auf die Fremdverwahrung von Kryptos verzichten.

Ob sich weitere Kryptos durch die Verwendung eines Swappers ebenfalls auf direktem Wege in Guthaben verwandeln lassen, ist unklar.

Bislang ist die Edge Card nur in einer virtuellen Variante erhältlich. Edge will das Angebot noch diesen Monat um eine physische Karte erweitern, die dann für 20 US-Dollar erhältlich sein soll.

Nutzer können maximal 1.000 US-Dollar pro Tag über die Edge Card transferieren.

Krypto-Kreditkarte ohne KYC? Furore entstehen

Am 8. Juni stellte Edge sein Angebot erstmals vor. Nur wenige Stunden später verschwand die Karte wieder aus der Wallet. Auch ein eigener Reiter der Webpräsenz wurde vom Erdboden verschluckt, welcher über die Edge Card informierte.

Edge hatte eine Anzeige bezahlt, in der ein Twitter-Konto von einer “Zahlungskarte ohne KYC-Anforderung” schrieb. Bei einem Partner von Edge kam es wegen dieser Ausdrucksweise offenbar zu einem beklemmenden Gefühl.

Wegen dessen Intervention kontaktierte Edge den Betreiber des Kontos und verschiedene Portale, welche die Ausdrucksweise übernommen hatten, und forderte eine Veränderung dieser Formulierung.

Seitdem spricht man nicht mehr von einer “Krypto-Kreditkarte ohne KYC”, sondern nur noch von einer “Krypto-Kreditkarte ohne persönliche Informationen”. Bedeutung und Angebot blieben bisher jedoch identisch.

Vermutlich steht hinter dieser Entwicklung die Patriot Bank, die Angst vor dem Eingriff von Regulatoren bekam. Die Edge Card ist nicht umsonst ein heißes Thema, das bisher kein weiteres Unternehmen umsetzen konnte.

Die Edge Card ist nur einen Tag nach dem Start vorerst nicht mehr verfügbar. Edge will das Angebot in Kürze wieder online stellen.

Mastercard dementiert Zusammenarbeit

Auch Mastercard selbst schaltete sich in Folge der Furore ein. Die Kreditkarten fungieren als Teil des Angebots von Mastercard. Paul Puey erklärte im Vorfeld:

Mastercard ist an dem gesamten Prozess beteiligt. Sie haben dies vollständig genehmigt, es ist völlig legal. Es passt komplett in ihren Rahmen.

Mastercard behauptet jedoch, das Angebot sei ohne ihr Wissen entstanden und dementiert jedes Zutun. Ein Sprecher von Edge sagt dazu:

Der spezifische Gegenstand, der nicht genehmigt wurde, ist die individuell gestaltete physische Karte, die wir haben wollen. Die dunkelblaue Karte mit dem minzgrünen Bitcoin-Logo, die wir in unseren Bildern mit diesen Ankündigungen geteilt haben.

Die Entwicklung der Karte habe in Zusammenarbeit mit der Patriot Bank stattgefunden. Eine zusätzliche Zustimmung seitens Mastercard sei nicht erforderlich, da die Patriot Bank über nötige Lizenzen verfügt.

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