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Deutsche Krypto-Bank Nuri fordert 500.000 Kunden zu Abhebung aller Gelder auf

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Deutsche Krypto-Bank Nuri fordert 500.000 Kunden zu Abhebung aller Gelder auf

Die deutsche Kryptobank Nuri hat ihre 500.000 Nutzer aufgefordert, Geld von ihren Konten abzuheben, da sich das Unternehmen auf die Schließung und Liquidation vorbereitet. Sie ist damit ein weiteres Opfer des Bärenmarktes 2022.

Nuri meldete erstmals im August Liquiditätsprobleme, nachdem die Bank bekannt gegeben hatte, sie hätte aufgrund der wirtschaftlichen Belastungen durch den Krypto-Winter Insolvenz angemeldet. Damals erklärte das Unternehmen, der Betrieb werde wie gewohnt weiterlaufen, da es an einem Umstrukturierungsplan arbeite und eine Übernahme anstrebe. Eine Übernahme ist jedoch nicht zustande gekommen.

In einem Blogeintrag vom 18. Oktober erklärte die Nuri-Chefin Kristina Mayer, das Unternehmen sei trotz aller Bemühungen nicht in der Lage, seinen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Nuri is closing down its business operations. We ask our customers to withdraw their funds and assets as of 18.12.2022. Thank you for having been part of the Nuri community!Here is a letter of our CEO Kristina Walcker-Mayer: — Nuri (@NuriBanking) October 18, 2022

Im Gegensatz zum insolventen Krypto-Kreditgeber Celsius, der Auszahlungen für Nutzer aussetzte, bevor alles bergab ging, ermutigt Nuri die Nutzer, ihr gesamtes Vermögen noch vor dem Stichtag, dem 18. Dezember, abzuheben.

"Die Kunden haben Zugang und können bis zum oben genannten Datum alles Geld abheben. Das Geld auf Ihrem Nuri-Konto ist sicher und bleibt von der Insolvenz von Nuri unberührt. Der Handel ist bis zum 30.11.2022 möglich", wie es in dem Beitrag heißt.

Mayer erklärte, "in diesem Jahr sind die Herausforderungen durch das schwierige wirtschaftliche und politische Umfeld der letzten Monate unüberwindbar geworden. Daher konnten wir keine neuen Mittel beschaffen oder jemanden finden, der uns übernimmt". Weiter hieß es:

"Außerdem hat die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners die Situation erheblich verschlimmert und uns an den Rand des Abgrunds gebracht. Daher musste Nuri im August dieses Jahres vorläufige Insolvenz beantragen."

Mayer nannte zwar keinen ausdrücklichen Namen, aber wahrscheinlich ist damit Celsius gemeint, da das Unternehmen mit Nuri zusammengearbeitet hatte und Kunden darüber Bitcoin (BTC)-Zinskonten angeboten wurden. Diese Konten wurden gesperrt, als Celsius in Insolvenz ging.

Mayer erklärte auch, das Unternehmen sei nach wie vor optimistisch im Hinblick auf das Potenzial von Blockchain-basierten Finanzdienstleistungen.

"Wir glauben nach wie vor an innovative Finanztechnologien und sind davon überzeugt, dass Blockchain, Kryptowährungen und dezentralisierte Finanzierung einen echten Mehrwert für das Leben der Menschen bieten werden. Dennoch sollten Finanzinnovationen für so viele Menschen wie möglich sicher, verständlich und einfach zu nutzen sein", wie Mayer abschließend sagte.

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