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Crypto.com-Bankensturm: Breitet sich der FTX-Crash aus?

6 d ago2 min readOther
Crypto.com-Bankensturm: Breitet sich der FTX-Crash aus?

Findet ein Bankensturm auf Crypto.com statt? Tatsächlich verzeichnet die Krypto-Börse stark steigende Abhebungen. Einige Kommentatoren vermuten dahinter eine Ausbreitung des FTX-Crashes. Sie glauben, dass auch dieser Marktplatz illiquide sein könnte.

Bankensturm auf Crypto.com: Wie gross ist das Ausmass?

Über die letzten Tage crasht die vormals zweitgrösste Krypto-Börse FTX und ist inzwischen insolvent. Angst breitet sich am Kryptomarkt aus, die nun auch auf weitere Marktplätze übergreift.

Kritische Stimmen der Krypto-Szene vermuten dahinter jedoch Manipulation. Für sie ist die Transaktion ein Indiz für die Illiquidität der Börse. Wie realistisch diese These ist, erklärt CoinPro jüngst in einem Beitrag.

Daten von Etherscan belegen, dass eine der Wallets von Crypto.com 14 mal mehr Transaktionen verarbeitet, als zuletzt dem Durchschnitt entsprach.

Allein am gestrigen Sonntag zogen Nutzer der Krypto-Börse ganze 38.079 Ethereum ab, umgerechnet 44,5 Millionen Schweizer Franken. Gestern fällt das Guthaben der betroffenen Wallet Adresse zeitweise sogar auf 335 Ether.

Aktuell liegt das Guthaben der Crypto.com Ethereum-Wallet bei 9.474 Ethereum. Wichtig zu betonen ist aber auch, dass Crypto.com mehrere markierte Wallets verwaltet. Insgesamt liegen die dortigen Reserven bei über 300.000 Ethereum.

Was sagt Crypto.com zu angeblicher Illiquidität?

Kris Marszalek, Geschäftsführer von Crypto.com, äussert sich zu dem Vorfall. Er zeigt sich gelassen. Alle Kundengelder seien vorhanden und daher für Auszahlungen verfügbar, so der Tenor.

Marszalek betont, dass Crypto.com durch die Nutzung seiner Handelsplattform Geld verdient, statt durch Trading mit dem Vermögen der eigenen Kunden. Die bisherigen Auszahlungen dürften kein Problem sein, denn der Geschäftsführer teilt mit: 53.024 Bitcoin und 391.564 ETH befanden sich am 11. November in der Reserve des Unternehmens.

Im Gegensatz zu FTX habe man den eigenen Utility Token nicht als Kreditsicherung verwendet. Daher sei CRO keine systemische Bedrohung. Ungeachtet dessen fällt der Wert des CRO zuletzt stark.

Im Wochentrend verliert Cronos 45 Prozent seines Werts. Heute steigt er aber bereits wieder um mehr als 13 Prozent.

Crypto.com machte vor allem durch aufsehenerregende Werbemethoden auf sich aufmerksam. Die namensgebende Domain erwarb man 2018 für mehrere Millionen US-Dollar. Ausserdem leistete man sich die Umbenennung eines Sportstadions in Los Angeles.

Diese Ausgaben halten Kritiker für unnötig. Sie glauben: Das dadurch entstandene Loch im Kapital der Krypto-Börse könnte ein bitteres Schicksal verheissen.

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