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CoinMarketCap führt Proof of Reserves-Funktion ein

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CoinMarketCap führt Proof of Reserves-Funktion ein

Datenplattform CoinMarketCap führt eine Proof of Reserves-Funktion ein. Obwohl sich die führende Krypto-Börse davon wachsendes Vertrauen verspricht, macht der aktuelle Zustand weiterhin auf fehlende Transparenz aufmerksam.

CoinMarketCap veröffentlicht Proof of Reserves-Funktion

CoinMarketCap (oft CMC) ist eine der führenden Datenaggregatoren der Kryptobranche. Bereits 2013 ging die Webseite online. Neben CoinGecko ist CMC der beliebteste Ort, um Daten des Kryptomarktes zu finden und die Token-Ökonomie von fast 22.000 Kryptowährungen nachvollziehen zu können.

Nun führt das Portal eine Proof of Reserves-Funktion ein und folgt damit den Erwartungen des Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ). Dieser hatte sich nach dem FTX-Crash für bessere Transparenz in der Branche eingesetzt.

Offiziell, so hiess es, will er damit die Endverbraucher schützen. Insgeheim erhofft er sich durch diesen Schritt aber auch die wachsende Beliebtheit seiner eigenen Krypto-Börse Binance.

Unter dem Reiter “Exchanges” findet man auf CoinMarketCap fortan nicht mehr nur eine Liste verschiedener Krypto-Börsen, sondern auch ihre Krypto-Reserven. Neben dem Namen des Anbieters befinden sich bei teilnehmenden Vertretern drei gestapelte Münzen mit einem grünen Häkchen.

Klickt man auf diese Fläche, landet man bei den finanziellen Reserven des Anbieters. Dort lässt sich dann erkennen, welche Anlage den grössten Teil der Reserve stellt, wie viele Coins davon vorhanden sind und wie hoch der Gegenwert in deiner gewünschten Fiatwährung ist.

Bereits einige grosse Verteter stellen ihre Daten bereit. Neben Binance unter anderen KuCoin, Bitfinex, OKX, Huobi und Crypto.com.

Lesetipp: 5 Gründe, Kryptowährungen nicht auf einer Börse zu lagern

Wie liest man den Proof of Reserves auf CMC?

Gelistet sind einzelne Wallets auf denen sich die Kryptowährungen befinden, die mehrheitlich das Eigentum der Kunden der Handelsplattformen sind. Deshalb ist ihre Existenz so wichtig. Veruntreut eine Krypto-Börse die Anlagen oder verkauft Kryptos, die eigentlich gar nicht existieren, kommt es bei einem Bankensturm zur Illiquidität. Kunden können dann nicht mehr auf ihr Geld zugreifen.

An der linken Seite der Tabelle sieht man zwei Symbole. Das grössere Symbol zeigt den jeweiligen Coin oder Token. Das kleinere Symbol stellt dar, auf welcher Blockchain diese Kryptowährung existiert.

Am oberen Ende der Tabelle findet man auf der rechten Seite die Quellen. Dort kann man als Nutzer nachvollziehen, woher CMC seine Daten bezieht. Weil Krypto-Börsen die Anlagen aus Sicherheitsgründen auf verschiedene Wallets aufteilen, kann eine Kryptowährung auf derselben Blockchain mehrmals gelistet sein.

Proof of Reserves auf CMC verdeutlicht fehlende Transparenz

Die angeblich vollständige Transparenz der Reserven ist bei bisher bei beiden der von CoinPro geprüften Krypto-Börsen Augenwischerei. Dazu zählen Binance und KuCoin. Zwar listen die Anbieter die Marktführer Bitcoin und Ethereum zuverlässig, doch mit kleineren unabhängigen Projekten tut man sich schwer.

Aktuell finden sich hunderte Token im Reservenachweis, mehrheitlich auf der Ethereum-Blockchain. Die eigenständigen Kryptowährungen Solana und Monero listen beide Krypto-Börsen beispielsweise kein einziges Mal.

Ausserdem gibt es keine Gegenüberstellung mit den Verbindlichkeiten. Es ist also nicht ersichtlich, ob die jeweilige Krypto-Börse tatsächlich die vollständigen Anlagen seiner Nutzer hält.

Wie steht es um die Sicherheit von Krypto-Börsen? Ein Überblick.

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