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Börsenabflüsse auf historischen Höchstständen: Bitcoin-Anleger gehen zu Selbstverwahrung über

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Börsenabflüsse auf historischen Höchstständen: Bitcoin-Anleger gehen zu Selbstverwahrung über

Bitcoin (BTC)-Investoren haben ihre Bestände nach dem Zusammenbruch der zweitgrößten Kryptobörse der Welt in der vergangenen Woche zunehmend in selbstverwahrende Wallets verschoben.

Laut dem Analyse-Anbieter Glassnode zeigen die On-Chain-Daten, dass mehr BTC in selbstverwahrende Wallets überwiesen wurden.

In einem Twitter-Post vom 13. November berichtete Glassnode, dass die Bitcoin-Börsenabflüsse mit 106.000 BTC pro Monat fast historische Werte erreicht haben.

Weiter hieß es, dass das bisher nur drei Mal passiert ist, nämlich im April 2022, November 2020 und im Juni/Juli 2022. Es sollen am 9. November auch 90.000 Bitcoin-Wallets BTC von Börsenadressen erhalten haben.

Following the collapse of FTX, #Bitcoin investors have been withdrawing coins to self-custody at a historic rate of 106k $BTC/month.This compares with only three other times:- Apr 2020- Nov 2020- June-July 2022 — glassnode (@glassnode) November 13, 2022

Börsenabflüsse sind in der Regel ein positives Anzeichen dafür, dass BTC langfristig gehalten wird. In diesem Fall ist das jedoch wohl auf das schwindende Vertrauen in zentralisierte Kryptobörsen zurückzuführen.

Glassnode kommentierte, die Abflüsse hätten zu "positiven Bestandsveränderungen in allen Wallet-Gruppen von Shrimps bis hin zu Walen geführt". Weiter hieß es:

"Der Zusammenbruch von FTX hat eine sehr deutliche Veränderung des Verhaltens der #Bitcoin-Inhaber über alle Gruppen hinweg bewirkt."

Seit dem 6. November, als die FTX-Situation dramatisch wurde, sind die Bestände in allen BTC-Wallet-Gruppen gestiegen. "Shrimps", die weniger als einen Coin besitzen, haben dabei einen Anstieg um 33.700 BTC verzeichnet. Wal-Wallets mit über 1.000 Coins verzeichneten einen Anstieg von 3.600 BTC. Das deutet darauf hin, dass die Verschiebung in Richtung Selbstverwahrung in allen Gruppen zu beobachten ist.

Branchenführer befürworten allmählich Selbstverwahrungslösungen. Das Credo "not your keays, not your coins" wird nun wichtiger als je zuvor.

Am 13. November sagte der Ethereum-Aufklärer Anthony Sassano, Krypto-Besitzer sollten ihr Vermögen nicht an zentralen Börsen aufbewahren, es sei denn, sie handeln aktiv mit großen Beträgen.

Michael Saylor von MicroStrategy sagte in einem Interview mit Cointelegraph, Selbstverwahrung verhindere, dass zentralisierte Dritte ihre Macht missbrauchen.

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Glassnode berichtete auch, dass Stablecoins in der vergangenen Woche verstärkt Zuflüsse verzeichnet haben. Viele von diesen wurden destabilisiert.

Am 10. November flossen dabei über 1 Milliarde US-Dollar in Stablecoins an zentrale Börsen. Die gesamten Stablecoin-Reserven aller beobachteten Börsen erreichten ein neues Allzeithoch von 41,2 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen hinzufügte.

"Der Nachhall des FTX-Zusammenbruchs wird die Branche in vielen Sektoren wohl verändern und die Dominanz und Präferenz für trustless gegenüber zentralisiert ausgegebenen Vermögenswerten verschieben", wie es abschließend hieß.

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