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Bitpanda reagiert auf die FTX-Pleite mit einer Sonderprüfung

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Bitpanda reagiert auf die FTX-Pleite mit einer Sonderprüfung

Die Pleite der Kryptobörse FTX hat nicht nur die Branche geschockt, sondern auch die Kurse in den Keller rasseln lassen. Die österreichische Börse Bitpanda hat dies zum Anlass genommen, ihre Kunden zu beruhigen.

Das soll eine Sonderprüfung durch die Prüfungsgesellschaft KPMG sicherstellen. Immerhin haben die Ereignisse der letzten Tage zahlreiche Kunden aufgeschreckt. Sie fragen sich, ob ihre Assets sicher sind und wollen Antworten.

Bitpanda profitiert von der Pleite

Die möchte Bitpanda jetzt durch unabhängige Experten proaktiv liefern. Gleichzeitig ging Bitpanda-Chef Eric Demuth in die Öffentlichkeit und nahm in einem Interview mit Bloomberg zur aktuellen Situation Stellung:

Wir spekulieren nicht mit den Assets unserer Kunden.

Demuth versicherte weiters, dass alle Kundengelder bei Bitpanda sicher seien. Damit nicht genug, verzeichne die Kryptobörse seit dem Zusammenbruch von FTX einen Zufluss neuer Kundengelder. Erst im September dieses Jahres hatte Bitpanda neue Coins auf seiner Plattform verfügbar gemacht.

Geld und Assets werden separat gehalten

Die von Bitpanda selbst beauftragte Sonderprüfung durch KPMG soll beweisen, dass die Kundengelder durch Kryptoassets gedeckt sind. Diese werden in den Cold Wallets von Bitpanda gespeichert. Die Sonderprüfung umfasst die fünf wichtigsten digitalen Währungen. Darunter befinden sich auch Bitcoin und Ethereum. Deren Kurse mussten in den letzten Tagen schwere Rückschläge hinnehmen.

Der CEO betonte im Interview, dass alle Kundengelder und Kryptowährungen bei Bitpanda separat gehalten werden. Damit sind sie zu 100 Prozent vorhanden.

Mehr staatliche Vorgaben gefordert

Demuth kritisierte, dass in Europa nur jene Kryptobörsen reguliert würden, die hier ihren Hauptsitz haben. Unternehmen, die aus anderen Regionen stammen, müssen sich nicht an die behördlichen Vorgaben halten. Er forderte daher die Regierungen auf, die Regulierung zu verstärken. Schließlich wären auch im deutschsprachigen Raum zahlreiche Kunden von FTX von der Pleite betroffen.

Die US-Kryptobörse hat letzten Freitag Insolvenz angemeldet. Ausgelöst wurde diese durch eine gravierende Liquiditätskrise. Das hat auch in Europa die Notenbanker auf den Plan gerufen. Der französische Notenbankchef forderte etwa eine globale Reaktion auf die finanziellen Unsicherheiten des Marktes. Er sieht die Politik gefordert, schnell zu reagieren.

Ins gleiche Horn stieß tags zuvor der Chef der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Er forderte eine Schutzwall. Selbst Binance-Chef Zhao Changpeng hatte am Montag bereits mehr Sicherheit gefordert und sieht die Zeit für umfassende Regelungen gekommen.

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