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Bitcoin-Kurs rutscht auf zweiwöchiges Tief, FTX-Drama ist „Schuld“

8 Nov, 20223 min readBitcoin
Bitcoin-Kurs rutscht auf zweiwöchiges Tief, FTX-Drama ist „Schuld“

Bitcoin (BTC) und der gesamte Kryptomarkt werden am heutigen 8. November durch die Entwicklungen um die einflussreiche Kryptobörse FTX mit nach unten gezogen.

FTX sorgt für Abwärtsstrudel

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs entsprechend auf ein zwischenzeitliches Tief von 19.351 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 25. Oktober abgerutscht.

Sowohl die marktführende Kryptowährung als auch viele Altcoins wurden heute durch die Nachricht in Mitleidenschaft gezogen, dass die führende Kryptobörse Binance eine massive Summe an FTX Token (FTT), die firmeneigene Kryptowährung der Handelsplattform FTX, veräußert hat.

In einem nachfolgenden Twitter-Thread hat Binance-Chef Changpeng Zhao die Entscheidung am gestrigen 7. November verteidigt,während FTX-Chef Sam Bankman-Fried zugleich beteuert, dass daraus keineswegs abzuleiten sei, dass seine Plattform von der Insolvenz bedroht ist.

„Es gab Fragen zu einer großen FTT-Summe (580 Mio. US-Dollar) auf Binance und wir haben im Sinne der Transparenz offengelegt, dass wir diese FTT-Position schließen“, so Zhao nüchtern.

Die Beteuerungen von Bankman-Fried scheinen derweil nicht zu fruchten, denn im Laufe der Nacht begann plötzlich ein Sturmlauf an Auszahlungen von verunsicherten Krypto-Nutzern der Börse. Die Datendienste zeigen, dass die BTC-Vermögen der Wallets der Handelsplattform dadurch sogar ins Minus gerutscht sind.

Laut CryptoQuant ergibt sich allein am 7. November ein Negativwert von -19.956 BTC in den Nettokapitalflüssen der Plattform.

„FTX, die zweitgrößte Kryptobörse auf dem Markt, erleidet gerade einen Bankansturm“m wie Jack Niewold vom Newsletter Crypto Pragmatist auf Twitter vermeldet. Dem fügt er an:

„Gebeutelt durch die Schuldenkrise und eine ungünstige Ankündigung des größten Konkurrenten hat die Plattform in kürzester Zeit 1 Mrd. US-Dollar verloren.“

Dylan LeClair, Leitender Analyst bei UTXO Management, meint wiederum, dass FTX die Situation finanziell wohl stemmen kann, jedoch wäre die fehlende Transparenz der Kryptobörse ein Problem.

„Ich denke, dass es unwahrscheinlich ist, dass FTX insolvent ist, aber zumindest die Sorgen um Alameda sind berechtigt“, wie der Experte auf den Investmentarm des Krypto-Unternehmens anspielt.

„Ich denke nicht, dass die FTX untergeht. Das könnte passieren, aber ich glaube nicht“, wie auch Cointelegraph-Analyst Michaël van de Poppe denkt. Dahingehend führt er aus:

„Binance will aus guten Gründen einfach die Position schließen, was zu einem Dominoeffekt an Verkäufen geführt hat. Etwas anders als bei Terra (LUNA) und Celsius, aber es gibt gewisse Ähnlichkeiten.“

Bitcoin-Kurs verliert 20.000 US-Dollar

Für Bitcoin bleiben die Vorzeichen durch die miese Stimmungslage schlecht.

So konnte der Bitcoin-Kurs lediglich 400 US-Dollar zulegen und bleibt damit weiter hinter der wichtigen 20.000 US-Dollar-Marke zurück.

Unterdessen kündigt sich durch die bevorstehenden amerikanischen „Halbzeitwahlen“ und die Veröffentlichung der neuen US-Inflationszahlen am 10. November neue Volatilität an.

“$FTT tanking heavily, through which also Bitcoin and the rest of the markets show some weakness,” Van de Poppe summarized.

Immerhin konnte der FTT bis Redaktionsschluss noch ein leichtes Comeback hinlegen, nachdem ein vorübergehendes Tagestief von nur noch 15 US-Dollar zu Buche stand.

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