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Bitcoin (BTC) im Fadenkreuz der EU: Neben Mining sollte auch Handel verboten werden

22 Apr, 20223 min readMining
Bitcoin (BTC) im Fadenkreuz der EU: Neben Mining sollte auch Handel verboten werden

Die Europäische Union (EU) hat bei einer Debatte über einen Vorschlag zum Verbot des Mining mit Proof-of-Work über ein Verbot des Handels mit Bitcoin diskutiert, wie aus Dokumenten hervorgeht, die durch eine Anfrage im Rahmen der Informationsfreiheit herausgegeben wurden.

Laut einem Bericht von Netzpolitik, einer deutschen Organisation für digitale Kultur, sind einige EU-offizielle so weit gegangen und haben ein vollständiges Verbot des Handels mit Bitcoin (BTC) vorgeschlagen, um den Gesamtenergieverbrauch einzudämmen.

Aus Sicht der Krypto-Community waren insbesondere Kommentare aus einem Dokument besorgniserregend, in dem ein EU-Treffen mit der schwedischen Finanzaufsicht und einer Umweltschutzbehörde protokolliert wurde, in dem EU-Offizielle vorschlugen, dass Regulierungsbehörden die Bitcoin-Community dazu drängen sollten, zu einem Proof of Stake (PoS)-Mechanismus überzugehen und vom derzeitigen Proof of Work (PoW)-Konsens, der deutlich mehr Strom verbraucht, abzurücken. Dem Dokument zufolge sagte ein ungenannter Offizieller im Zuge der Diskussion:

"Ethereum hat den Wechsel zu PoS wegen seiner Community begonnen. Wenn Ethereum in der Lage ist, einen solchen Wechsel zu vollziehen, könnten wir zu Recht dasselbe von BTC verlangen. Wir müssen andere Krypto-Coins, die nachhaltig sind, 'schützen'. Wir halten es nicht für nötig, die Bitcoin-Community zu 'schützen'".

Ein anderer ungenannter Redner schlug vor, die EU könne auch ein generelles Verbot des Handels mit Kryptowährungen verhängen, die einen PoW-Algorithmus verwenden.

Die Antwort auf diese Frage wurde in dem Dokument geschwärzt, um den "laufenden Entscheidungsprozess" zu schützen. Aber damit ist bewiesen, dass die EU ernsthaft über eine solche drastische Regelung nachgedacht hat.

In der Diskussion über die möglichen Auswirkungen eines vollständigen Bitcoin-Verbots auf Investoren und private Händler zeigten sich die Offiziellen weitgehend unbesorgt und behaupteten, alle Bitcoin-Investoren seien sich des Abwärtsrisikos voll bewusst.

"BTC-Besitzer sind sich der Volatilität bei der Währung und des Anlagerisikos bewusst. Wir brauchen keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen."

Zurzeit steht der Energieverbrauch von Bitcoin weiterhin im Fokus bei Umweltorganisationen und Regulierungsbehörden. Laut dem Bitcoin Electricity Consumption Index der University of Cambridge verbraucht das Bitcoin-Mining derzeit etwa 139 Terawattstunden (Twh) Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Ganz Großbritannien verbrauchte laut Statista im Jahr 2021 schätzungsweise 265 TWh.

Ende März tat sich Ripple-Mitbegründer Chris Larsen mit Greenpeace zusammen, um Bitcoin dazu zu drängen, seinen Konsensmechanismus auf PoS umzustellen, ähnlich wie es Ethereum noch in diesem Jahr tun will.

Der EU-Wirtschafts- und Währungsausschuss hat kürzlich gegen einen Gesetzesvorschlag gestimmt, der ein Verbot des Proof-of-Work-Minings vorgesehen hätte. Diese Dokumente geben jedoch einen klaren Einblick in die Maßnahmen, zu denen einige EU-Offizielle bereit wären, um die Energienutzung im Mining zu reduzieren.

PoS-Kryptowährungen werden kurzfristig wohl vor derartigen Regulierungsmaßnahmen verschont bleiben. Das Bitcoin-Mining wird in der EU allerdings weiter ein umstrittenes Thema sein.

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